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Quartiersentwicklung „Im Rosenfeld“ in Buschdorf

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Lebenswelt "Im Rosenfeld"

Im Ortsteil Bonn-Buschdorf soll ein innovatives Wohnquartier entstehen und Sie können mitgestalten! Informieren Sie sich hier zu dem Projekt und allen Beteiligungsmöglichkeiten.

Städtische Entwicklungsfläche in Buschdorf soll innovatives Wohnquartier mit Strahlkraft werden

Was entsteht auf den Flächen "Im Rosenfeld"?

Die Fläche „Im Rosenfeld“ an der Schickgasse im Ortsteil Buschdorf im Bonner Norden soll zu einer nachhaltigen, klimaneutralen und autoarmen Lebenswelt entwickelt werden, die den Anforderungen an die Zukunft des Planens, Bauens und Wohnens gerecht wird. Während ein Großteil der Fläche dem Landschafts- und Naturschutz dient, werden etwa acht Hektar zu einem Wohnquartier inklusive einer Grundschule und einer Kindertagesstätte entwickelt. Dafür muss der Bebauungsplan Nr. 6224-3 „Im Rosenfeld“ aufgestellt und beschlossen werden. Das Projekt soll durch die neu gegründete Stadtentwicklungsgesellschaft eng begleitet und über das Bebauungsplanverfahren hinaus koordiniert werden.

Wie möchte die Stadt Bonn diese Ziele erreichen?

Für die Entwicklung des Quartiers „Im Rosenfeld“ sucht die Stadt Bonn nicht nach der einfachsten Lösung, sondern nach dem besten Gesamtkonzept. Dazu wurde 2024 ein Wettbewerb für die Planung von Städtebau und Freiraum europaweit ausgelobt, an dem sich 13 Arbeitsgemeinschaften beteiligten. Über ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren wurden interessierte Bürger*innen in die Planungsphase einbezogen. Eine interdisziplinär besetzte Jury, an der auch drei Bürgervertreter teilnahmen, kürte den Entwurf der Büros Schellenberg + Bäumler Architekten mit studio grüngrau Landschaftsarchitekten zum Sieger des Wettbewerbsverfahrens. Auf Grundlage dieser Planung wird aktuell das Bebauungsplanverfahren fortgeführt. 

Nach Satzungsbeschluss werden für die städtischen Flächen Erbbaurechte vergeben. Die Vergabe erfolgt zum Festpreis, sodass die Stadt unter allen Bewerbenden die geeignetsten Konzepte auswählen wird (sog. Konzeptvergabe). Die Bewertungskriterien werden die Planungsziele Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl widerspiegeln.

Wo finde ich weitere Informationen zum Projekt?

Im Abschnitt Downloads sind unten auf der Seite Zusammenfassungen über den Wettbewerb und die erfolgte Bürgerbeteiligung abrufbar. Auch in den verlinkten Ratsbeschlüssen und Pressemitteilungen können Sie detaillierte Informationen nachlesen. Häufig gestellte Fragen sind am Ende dieser Seite beantwortet.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (März 2025)

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Absatz 1 des Baugesetzbuches ist abgeschlossen. Für die Dauer von zwei Wochen hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger im März 2025 die Möglichkeit ihre Meinung zur Planung abzugeben und sich online, vor Ort sowie im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung über das Projekt zu informieren. Die Rückmeldungen aus der Onlinebeteiligung sind unten stehend weiterhin abrufbar.

 

Alle Bürgerinnen und Bürger haben zudem auch im Rahmen der später noch folgenden gesetzlichen Beteiligungsmöglichkeiten gemäß § 3 (2) des Baugesetzbuches die Gelegenheit ihre Meinung zu äußern. Die Zeitpunkte werden öffentlich bekannt gemacht.

 

Der Übersichtsplan zeigt, wie Schellenberg + Bäumler Architekten das Quartier zwischen Stadtbahngleisen, dem Grünen C und der Autobahn 555 entwickeln wollen.
Ideenmanagement

Onlinebeteiligung zum Bebauungsplan "Im Rosenfeld"

Im Zeitraum vom 5. bis 19. März 2025 hatten alle Interessierten hier die Möglichkeit, ihre Meinung zur Planung abzugeben.

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Häufig gestellte Fragen

Was entsteht auf den Flächen "Im Rosenfeld"?

Auf dem Rosenfeld soll ein nachhaltiges, klimaneutrales und autoarmes Wohngebiet nach neusten Standards entwickelt werden. Das zukünftige Baugebiet wird etwa 8 Hektar groß sein und von insgesamt 10 Hektar Freiflächen eingerahmt werden, in denen unter anderem die Angebote des Grünen C integriert sind. Die Entwurfsplanung finden Sie im Abschnitt "Downloads" (Stand 2024).

„Gemeinschaftlich Leben in der BaumStadt“ ist der Arbeitstitel des Plangebiets. „Baum“ wird als Metapher für eine starke grüne Gestaltung gewertet. Die Grundstruktur des Gebietes wird durch die Landschaft und das angrenzende „Grüne C“ geprägt. Es entsteht ein zusammenhängender, klimaresilienter Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität. 
Der flächensparende Umgang mit Grund und Boden und die Minimierung der Eingriffe in Natur und Landschaft standen bei der Entwicklung der städtebaulichen Typologien im Vordergrund. So werden vielfältige Formen des Wohnungsbaus, teilweise in Kombination mit anderen Nutzungen in kleinräumiger vertikaler und flächiger Mischung geschaffen.
Ein prägendes Merkmal aller Baufelder sind die umlaufenden, bis zu fünf Meter tiefen, privaten Vorbereiche zur „Straße“ und zum Hof. Wie grüne Teppiche vor den Gebäuden ausgelegt, bieten sie Raum für diverse Nutzungen von Garten bis Gastronomie. 

Für ein gut funktionierendes Quartier ist eine angemessene Nutzungsmischung zumindest im Sinne einer Mikrourbanität von großer Bedeutung. Deshalb werden auch soziale Infrastruktureinrichtungen (Grundschule und Kita) zentral und wohnergänzende Angebote im ganzen Quartier verteilt verortet.

Wie viele Wohneinheiten entstehen dort?

Nach aktuellem Planungsstand können abhängig vom Wohnungsmix etwa 775 Wohneinheiten umgesetzt werden. Mindestens 50 Prozent davon im geförderten Wohnungsbau.

Besondere Wohnformen wie Genossenschaften, Wohninitiativen, Mehrgenerationenwohnen, gemeinschaftliches Wohnen sowie die Schaffung und Sicherung eines bezahlbaren, bedarfsgerechten, zukunftsfähigen und durchmischten Wohnraumangebots werden berücksichtigt

Was passiert mit dem Spielplatz und den weiteren Angeboten im Grünen C?

Der Spielplatz, das Multifunktionsfeld, die Ernte- und Blühfelder, sowie die Bäume und Wege innerhalb des Grünen C bleiben erhalten und werden weiterhin für alle öffentlich zugänglich sein.
 

Das neue Wohngebiet wird zusätzlichen Verkehr auslösen. Wie wird dieser abgewickelt?

Das Wohngebiet wird zukünftig über die Schickgasse erschlossen, die aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens ausgebaut werden wird. Im weiteren Verfahren werden in einem Verkehrsgutachten und in der Erschließungsplanung die Rahmenbedingungen und Details der zukünftigen Erschließung erarbeitet. Die Stadt Bonn wird gemeinsam mit der Stadt Bornheim prüfen, ob der Baustellenverkehr während der Herstellungsphase temporär über eine direkte Anbindung an das Bornheimer Verkehrsnetz abgewickelt werden kann. Eine dauerhafte Anbindung nach Nordwesten ist nicht vorgesehen.
 

Wird auch die soziale Infrastruktur im Ortsteil ausgebaut?

Ja, im Rosenfeld sind auch Flächen für einen Kindergarten und eine Grundschule vorgesehen.

Wie wird mit dem Lärm der Autobahn umgegangen?

Im Rosenfeld werden sowohl aktive als auch passive Lärmschutzmaßnahmen notwendig sein, um die gesetzlichen Richtwerte im Immissionsschutz einzuhalten. Die Stadt Bonn wird den aktiven Lärmschutz im Zuge der Baugebietserschließung als Lärmschutzwall oder -wand herstellen; die Planung dazu erfolgt im weiteren Verfahren. Die Anforderungen an den passiven Lärmschutz, der an den Gebäuden notwendig ist, werden ebenfalls im weiteren Verfahren konkretisiert.

Wann sind die neuen Wohnungen bezugsfertig?

Der Projektzeitplan ist von mehreren Faktoren abhängig. Die Stadt Bonn strebt den Abschluss des Bebauungsplanverfahrens Ende 2028 an. Anschließend müssen die Grundstücke vergeben, die Erschließung hergestellt und Baugenehmigungen erteilt werden. Bis zur Fertigstellung der ersten Gebäude werden dementsprechend noch mehr als 8 Jahre vergehen.
 

Kann ich ein Grundstück kaufen?

Die Stadt Bonn wird Grundstücke über Erbbaurechte vergeben. Im Rahmen von Konzeptvergaben, bei denen die besten Bau- und Nutzungskonzepte den Zuschlag erhalten, werden die Baufelder vermarktet.

Wie und wann werde ich beteiligt?

In den vergangenen Jahren wurde ein komplexes Beteiligungsverfahren für das Rosenfeld durchgeführt. Mehrere Veranstaltungen und Informationsangebote begleiteten zwischen 2022 und 2024 den Wettbewerb, anschließend fand 2025 die erste formelle Beteiligung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens statt (sog. Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung). Eine Dokumentation dieser Formate können Sie unter den Downloads abrufen.

Die nächste Möglichkeit zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird im Rahmen der öffentlichen Auslegung gegeben sein. Aufgrund des hohen Interesses am Verfahren sowie der mittelfristig absehbaren Fortschritte bei der Ausarbeitung des städtebaulichen Entwurfs und der fachgutachterlichen Stellungnahmen, beabsichtigt die Verwaltung zuvor eine weitere Informationsveranstaltung (sog. Bürgerdialog 4) durchzuführen. Diese wird angeboten, sobald belastbare Ergebnisse vorliegen.

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