Hier gibt es das Gespräch auch als Text.
Teil 1 Gespräch mit Mitgliedern aus dem Projektbeirat
Moderatorin Marion Theisen:
Schön, dass Sie da sind.
Willkommen bei „Bonn Inklusiv“.
Das ist ein Podcast.
Ein Podcast ist eine Sendung zum Hören im Internet.
Die Sendung heißt „Selbstverständliche Teilhabe“.
Teilhabe bedeutet: Alle können mitmachen.
Die Behinderten-Gemeinschaft Bonn
und die Stadt Bonn machen den Podcast zusammen.
Im Podcast gibt es Informationen und Geschichten.
Hier sprechen Menschen über das Thema Inklusion.
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen dazu gehören.
Niemand wird ausgeschlossen.
In Bonn gibt es seit vielen Jahren einen Plan für mehr Inklusion.
Der Plan heißt Teilhabeplan „Bonn Inklusiv“.
Im Teilhabeplan stehen viele Aufgaben.
Der Rat der Stadt Bonn hat beschlossen,
wir arbeiten weiter am Teilhabeplan.
Der Rat ist die wichtigste Gruppe von Politikerinnen und Politikern in der Stadt.
Das wichtigste Ziel vom Teilhabeplan ist,
Bonn soll eine Stadt für alle sein.
Vielfalt und Inklusion sollen normal sein.
Das heißt, viele verschiedene Menschen
wohnen und leben in Bonn.
Alle Menschen gehören in der Stadt dazu.
Egal, welche Kultur sie haben.
Egal, ob sie Mann oder Frau sind.
Egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.
Viele Menschen haben am Teilhabeplan mitgearbeitet,
damit es wieder neue Aufgaben gibt.
Alle freuen sich darüber,
dass der Rat der Stadt Bonn ja zu diesem Teilhabeplan gesagt hat.
Die Menschen haben zusammen 15 Standards
und 81 Empfehlungen aufgeschrieben.
Standards bedeutet, etwas gilt immer.
Empfehlungen sind Vorschläge.
Die Vorschläge helfen, dass Inklusion und Barrierefreiheit besser werden.
Barrierefreiheit bedeutet:
Alle können alles nutzen ohne Hindernisse.
Die Vorschläge im Plan müssen von den Ämtern der Stadt Bonn erfüllt werden.
Alle Ämter müssen dabei helfen, dass die Vorschläge umgesetzt werden.
Ein Projektbeirat arbeitet am Teilhabeplan mit.
Der Projektbeirat ist eine Gruppe von Menschen, die beraten und helfen.
Im Projektbeirat sind Menschen mit und ohne Behinderung.
Auch Menschen aus der Politik und aus der Selbsthilfe sind mit dabei.
Selbsthilfe bedeutet, Menschen in einer Gruppe helfen sich
und sie helfen anderen.
Viele andere Menschen haben auch am Teilhabeplan mitgearbeitet.
Sie haben sich gemeinsam mit dem Projektbeirat Aufgaben überlegt.
Aufgaben, die die Inklusion in Bonn verbessern sollen.
Der Rat der Stadt Bonn ist jetzt mit dem Teilhabeplan einverstanden.
Bald müssen alle Ämter der Stadt Bonn loslegen
und an den Aufgaben im Teilhabeplan mitarbeiten.
Der Projektbeirat begleitet diese Arbeit.
Heute sprechen wir über den Teilhabeplan „Bonn inklusiv“.
Wir schauen, was bisher passiert ist.
Und wir schauen, was noch kommen soll.
Wir sprechen mit Menschen aus dem Projektbeirat.
Wir sprechen mit Menschen aus der Stadt Bonn.
Wir sprechen mit der Behinderten-Gemeinschaft Bonn.
Die Behinderten-Gemeinschaft Bonn ist ein Verein.
Der Verein ist die Behinderten-Beauftragte der Stadt Bonn.
Mein Name ist Marion Theisen.
Ich freue mich, dass Sie zuhören.
Zuerst spreche ich mit Menschen aus der Selbsthilfe.
Ich frage:
Was ist schon gut?
Was kann man noch besser machen?
Ich stelle diese Fragen an Grit Böhnisch
vom Verein für Schwerhörige und Ertaubte Bonn-Rhein-Sieg.
An Joachim Marx vom Verein Selbsthilfe Körperbehinderter Bonn
und an Philipp Buchheister von der Gemeindepsychiatrie Bonn-Rhein-Sieg.
Alle drei sind Mitglieder im Projektbeirat.
Schönen guten Tag! Schön, dass Ihr heute dabei seid.
Gritt Böhnisch vom Projektbeirat:
Schönen guten Tag!
Moderatorin Marion Theisen:
Viele Menschen haben am Teilhabeplan “Bonn Inklusiv” mitgearbeitet.
Die Menschen haben sich dafür viel Zeit genommen.
Der Teilhabeplan ist jetzt fertig und es ist ein dickes Buch geworden.
Der Rat der Stadt Bonn hat den Teilhabeplan beschlossen.
Auch die Politikerinnen und Politiker haben ja dazu gesagt.
Was bedeutet das für Sie?
Gritt Böhnisch vom Projektbeirat:
Ich freue mich, dass wir damit gesehen werden.
Unsere Arbeit wird jetzt sichtbar.
Es ist wichtig, dass wir mitmachen können.
Die Stadt Bonn möchte alle Menschen einbeziehen.
Das nennt man Inklusion.
Moderatorin Marion Theisen:
Merken Sie, dass sich in der Stadt Bonn schon etwas verändert hat?
Gritt Böhnisch vom Projektbeirat:
Ich finde, die Stadt Bonn macht es schon gut.
Aber wir sind noch nicht am Ziel.
Der nächste Schritt ist wichtig.
Das Thema Inklusion muss in der ganzen Gesellschaft ankommen.
Alle Menschen sollen merken, dass sich etwas verändert.
Die Wünsche und Bedürfnisse von allen Gruppen sind wichtig.
Die Stadt Bonn muss darauf achten.
Dann haben alle Menschen etwas davon.
Dann können mehr Menschen mitmachen.
Moderatorin Marion Theisen:
Ich stelle die gleiche Frage an die beiden Männer.
Was bedeutet es für Sie, dass der Plan jetzt beschlossen ist?
Philip Buchheister vom Projektbeirat:
Ich freue mich.
Viele Menschen unterstützen unser Projekt.
Das Projekt ist in Bonn sehr beliebt.
Die Stadt Bonn macht vieles gut.
Die Stadt arbeitet ehrlich und mit viel Einsatz.
Die Stadt redet mit vielen Menschen und Gruppen.
Das ist sehr gut.
Auch in anderen Podcast-Folgen von ”Bonn Inklusiv” sieht man,
die Stadt Bonn macht viel für Inklusion.
Moderatorin Marion Theisen:
Vielen Dank, Herr Buchheister.
Herr Marx, Sie finden Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung sehr wichtig.
Wie gut finden Sie die Mitbestimmung in Bonn?
Sind Sie zufrieden?
Joachim Marx vom Projektbeirat:
Der Teilhabeplan ist ein Plan für mehr Mitbestimmung.
Dieser Plan darf aber kein Papier bleiben.
Die Stadt muss die Sachen aus dem Teilhabeplan auch umsetzen.
Die Stadt darf den Teilhabeplan nicht vergessen.
Früher gab es manchmal Probleme.
Die Stadt hat nicht alles gemacht, was im letzten Teilhabeplan stand.
Wir hoffen, dass es jetzt besser wird.
Moderatorin Marion Theisen:
Die neuen Aufgaben sind jetzt genauer.
Die Stadt Bonn weiß jetzt genau, was zu tun ist.
Zum Beispiel:
Was soll die Stadt in einem Jahr machen?
Was soll die Stadt in drei Jahren machen?
Die Stadt muss sich an die neuen Regeln halten.
Joachim Marx vom Projektbeirat:
Es reicht nicht, alles nur aufzuschreiben.
Die Stadt muss die Sachen auch umsetzen.
Wir haben deshalb gesagt, bis wann die Sachen fertig sein sollen.
Wir haben Bedingungen aufgeschrieben.
So können Menschen mit Behinderung in Bonn mitbestimmen und mitmachen.
Moderatorin Marion Theisen:
Ich will gerne wissen, wie der Projektbeirat arbeitet.
Der Projektbeirat ist eine Gruppe, die über den Teilhabeplan spricht.
Der Projektbeirat arbeitet schon seit vier Jahren zusammen.
Wie ist die Stimmung in Ihrem Team?
Wie arbeitet der Projektbeirat?
Wie oft treffen Sie sich?
Wie sprechen Sie miteinander?
Philip Buchheister vom Projektbeirat:
Im Projektbeirat reden viele Menschen miteinander.
Jeder hat eine eigene Meinung.
Das ist gut.
Man muss manchmal anders denken als sonst.
Man hört auch andere Meinungen.
Es gibt Diskussionen.
Diskussionen sind gut.
Alle dürfen ihre Meinung sagen.
Moderatorin Marion Theisen:
Wie läuft die Arbeit im Projektbeirat?
Im Projektbeirat arbeiten zum Beispiel Menschen aus verschiedenen Parteien.
Jede Partei hat eine eigene Meinung.
Spielen diese Partei-Meinungen eine Rolle bei der Inklusion?
Philip Buchheister vom Projektbeirat:
Ich will niemanden kritisieren, der mitmacht.
Ich habe gemerkt, dass jede Partei oft andere Ideen hat.
Manche Parteien wollen viel verändern.
Andere Parteien wollen lieber wenig verändern.
Man merkt diese Unterschiede manchmal.
Das ist aber in Ordnung.
Die Hauptsache ist, dass wir gemeinsam eine gute Lösung finden.
Wir suchen eine Lösung, mit der alle leben können.
Moderatorin Marion Theisen:
Es ist politisch wichtig, dass alle mitmachen können.
Wenn viele mitmachen, kann man die Sache besser von allen Seiten sehen.
Gritt Böhnisch vom Projektbeirat:
Ich finde spannend, dass es verschiedene Gruppen
von Menschen mit Behinderung gibt.
Jede Gruppe braucht etwas anderes.
Ich gehöre zur Gruppe der schwerhörigen Menschen.
Für unsere Gruppe ist es manchmal schwer zu sagen, was wir selbst brauchen.
Es ist wichtig, darüber im Projektbeirat zu sprechen.
Alle sollen verstehen, was die Stadt tun muss.
Wir müssen überlegen, was jede Gruppe braucht.
Wir müssen an alle denken.
Moderatorin Marion Theisen:
Achtet jede Gruppe auf die anderen Gruppen?
Oder will jede Gruppe nur ihre eigenen Wünsche durchsetzen?
Gritt Böhnisch vom Projektbeirat:
Ich glaube, die Gruppen achten auch auf die anderen.
Ich war aber noch nicht lange dabei.
Vielleicht sieht Herr Marx das anders.
Moderatorin Marion Theisen:
Wie sehen Sie das, Herr Marx?
Joachim Marx vom Projektbeirat:
Wir sind der Verein für körperbehinderte Menschen.
Es gibt viele verschiedene Behinderungen.
Manche Menschen können noch ein wenig gehen.
Andere sitzen im Rollstuhl und brauchen viel Hilfe.
Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse.
Ich versuche, auch an andere zu denken.
Ich frage mich, wie es Menschen mit anderen Behinderungen geht.
Manchmal hat sich die Politik nicht so sehr dafür interessiert.
Für uns Menschen mit Behinderung ist es aber sehr wichtig,
dass alle gut am Leben teilnehmen können.
Es ist nicht genug, nur an Rampen für Rollstühle,
Leitsysteme für Blinde oder an Hörgeräte zu denken.
Es gibt auch Menschen mit psychischen Krankheiten.
Sie haben eine Behinderung, die man nicht sofort sehen kann.
Auch diese Menschen sollen gut teilhaben können.
Das ist eine besondere Herausforderung.
Moderatorin Marion Theisen:
Es ist wichtig, dass in der ganzen Stadt alle verstehen,
worum es geht.
Das nennt man Bewusstsein schaffen.
Erst wenn alle das Thema verstehen, kann man etwas ändern.
Gritt Böhnisch vom Projektbeirat:
Es ist wichtig, nicht nur an die Gruppen von Menschen mit Behinderung zu denken.
Andere Menschen haben auch etwas davon.
Zum Beispiel Mütter und Väter mit Kinderwagen.
Für sie sind Kabel auf dem Weg auch ein Problem.
Es ist gut, dass wir darüber sprechen.
Es ist wichtig, dass alle Menschen auf diese Dinge achten.
Moderatorin Marion Theisen:
Es wird wohl noch etwas dauern,
bis alle Menschen in der Stadt das Thema Inklusion kennen.
Wir gehen Schritt für Schritt weiter.
Im Projektbeirat klappt vieles schon gut.
Aber gibt es Dinge, die noch besser laufen könnten?
Gritt Böhnisch vom Projektbeirat:
Ich denke, wir sollten einfach mal anfangen.
Wir müssen nicht warten, bis alles perfekt ist.
Herr Marx hat gesagt, auf dem Papier sieht alles gut aus.
Aber wir müssen die Sachen im Teilhabeplan auch tun.
Es gibt viele einfache Dinge, die kaum Geld kosten.
Schon kleine Dinge helfen, dass alle es besser verstehen.
Ich finde, es gibt schon viele Veränderungen.
Das hilft, dass sich alles schneller entwickelt.
Moderatorin Marion Theisen:
Wenn viele Menschen bei Entscheidungen mitmachen,
dauert es oft länger.
Was denken Sie, was kann der Projektbeirat noch besser machen?
Haben Sie eine Idee?
Philip Buchheister vom Projektbeirat:
Ich weiß nicht genau, was man besser machen kann.
Ich habe bei mir gemerkt, dass ich manchmal ganz viel erreichen will.
Ich möchte, dass es echte Inklusion gibt.
Aber ich versuche die Dinge auch so zu sehen, wie sie sind.
Ich will sehen, was ist wirklich möglich?
Das ist kein Vorwurf an den Teilhabeplan
für mehr Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung.
Ich habe einfach gemerkt, dass wir manchmal an unsere Grenzen stoßen.
Viele Wünsche sind gut.
Aber in der Wirklichkeit ist es manchmal schwer umzusetzen.
Man muss Ziele so setzen, dass sie erreichbar sind.
Das ist so wie im normalen Leben.
Man fragt sich oft, ob wir nur Ziele nehmen müssen,
die wir auch erreichen können?
Oder sollen wir auch mutig sein und große Wünsche haben?
Manchmal ist das, was möglich ist,
noch nicht perfekt.
Moderatorin Marion Theisen:
Beides ist möglich.
Sie können sich große Ziele setzen.
Sie können aber auch kleine Schritte machen.
Joachim Marx vom Projektbeirat:
Ja, das geht.
Herr Buchheister hat Recht.
Wir haben viel diskutiert über den Teilhabeplan.
Zum Beispiel, ob etwas zu klein oder zu groß ist.
Wir haben uns gefragt, wen können wir einladen zum Mitmachen?
Ein Beispiel ist die Stille Stunde.
Ich bin ein großer Fan davon.
Viele Menschen kennen das noch nicht.
Moderatorin Marion Theisen:
Ich erkläre das kurz, was das ist.
In manchen Supermärkten gibt es eine Stille Stunde.
Das ist für Menschen mit psychischen Problemen.
In dieser Zeit gibt es keine laute Musik.
Das Licht ist nicht so hell.
Man kann in Ruhe einkaufen.
Joachim Marx vom Projektbeirat:
In der Stillen Stunde werden keine Lebensmittel in die Regale eingeräumt.
Die Kassen arbeiten nicht so schnell.
Es gibt keine Musik.
Man schaut, wie kann das Einkaufen ruhiger werden?
Ich finde das sehr gut.
Moderatorin Marion Theisen:
Jetzt sprechen wir über ein neues Thema:
Wie setzen die Ämter der Stadt den Teilhabeplan
für Menschen mit Behinderung um?
Wie geht die Arbeit vom Projektbeirat weiter?
Herr Buchheister?
Herr Buchheister vom Projektbeirat:
Es ist wichtig, zu sehen, wie alles wirklich klappt.
Wir haben gesagt, wann etwas fertig sein soll.
Wir haben gesagt, was gemacht werden soll.
Jemand muss jetzt aufpassen, dass alles klappt.
Jemand muss zum Beispiel sagen, hier müssen wir schneller arbeiten.
Das ist im Moment sehr wichtig.
Moderatorin Marion Theisen:
Danke, Herr Buchheister.
Wie sehen Sie das, Frau Böhnisch?
Grit Böhnisch vom Projektbeirat:
Ich sehe das auch so.
Es ist wichtig, dass man immer wieder sagt, was passiert ist.
Man muss erzählen, was sich verbessert hat.
So erfahren es alle Leute.
Es gibt zum Beispiel Ringschleifen für schwerhörige Menschen.
Das ist sehr gut.
Aber viele wissen das noch nicht.
Deshalb muss man viele Menschen informieren.
Zum Beispiel die Menschen, die wir erreichen wollen.
Die Fachleute, die die Hörgeräte einstellen.
Das ist viel Arbeit.
Man muss immer wieder bekannt machen, was schon geschafft wurde.
Herr Buchheister vom Projektbeirat:
Ich sage ganz ehrlich,
ich kannte die Stille Stunde nicht.
Grit Böhnisch vom Projektbeirat:
Ich auch nicht.
Moderatorin Marion Theisen:
Vielleicht gehen wir alle jetzt erst einmal einkaufen
und lernen die Stille Stunde kennen.
Herr Marx, bitte Ihr Abschluss-Wort?
Joachim Marx vom Projektbeirat:
Für Menschen mit körperlichen Behinderungen ist wichtig:
Der Teilhabeplan soll umgesetzt werden.
Man soll spüren, dass es wirklich passiert.
Viele Dinge kosten wenig Geld oder gar kein Geld.
Nur wenige Sachen kosten mehr Geld.
Wichtig ist, dass der Projektbeirat weiterarbeitet.
Wir kommen zu den Treffen.
Wir arbeiten zusammen.
Wir informieren die Menschen.
Die Stadt muss auch sagen, was gemacht wurde.
Moderatorin Marion Theisen:
Ich wünsche Ihnen weiter viel Spaß und Erfolg.
Alles Gute für die Arbeit im Projektbeirat!
Vielen Dank, dass Sie beim Podcast dabei waren.
Tschüss und alles Gute!
Teil 2 Gespräch mit Mitgliedern aus der Politik
Moderatorin Marion Theisen:
Im Projektbeirat arbeiten auch Frauen aus der Politik mit.
Lee Cornelissen ist bei der Partei Die Grünen.
Josephine Rinck ist bei der Partei Volt.
Die Politik in der Stadt spricht oft über den neuen Teilhabeplan.
Gibt es dabei viele Diskussionen?
Oder sind sich alle schnell einig?
Ist Inklusion und Barrierefreiheit für die Stadt wichtig?
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Ich glaube, alle Parteien finden das Thema wichtig.
Alle im Projektbeirat wollen Inklusion.
Wir haben nicht diskutiert, ob wir den Plan neu schreiben.
Für uns war das klar.
Lee Cornelissen vom Projektbeirat:
Alle demokratischen Parteien wollen einen neuen Teilhabeplan.
Aber bei einzelnen Punkten wird es oft schwieriger.
Vor allem, wenn es um Geld geht.
Bei Barrierefreiheit gibt es manchmal viele Diskussionen.
Bei unserer Partei Die Grünen habe ich den Teilhabeplan für die Partei besprochen.
Ich habe gesagt, so ist das Ergebnis. Bitte stimmt zu.
Es gab fast keine Diskussion.
Moderatorin Marion Theisen:
Es hilft, wenn eine Partei einer Person vertraut.
Dann unterstützt die Partei diese Person im Projektbeirat.
Frau Cornelissen, Sie haben gesagt, wenn Dinge Geld kosten,
gibt es Diskussionen.
Können Sie ein Beispiel sagen?
Lee Cornelissen vom Projektbeirat:
Es gibt keine spezielle Aufgabe, die ein Problem war.
Barrierefreiheit kostet oft viel Geld.
Zum Beispiel, wenn Bahnhaltestellen umgebaut werden.
Das ist sehr teuer.
Darüber wird viel gesprochen.
Aber am Ende wollen alle, dass alle Haltestellen barrierefrei sind.
Es gibt Empfehlungen, was gemacht werden soll.
Ich habe extra gefragt, kostet das etwas?
Ist dafür Geld eingeplant?
Dazu gab es Rückfragen.
Aber das war kein Grund, eine Aufgabe abzulehnen.
Moderatorin Marion Theisen:
Jetzt hat der Rat der Stadt Bonn den neuen Teilhabeplan beschlossen.
Wie geht es jetzt weiter?
War es aufregend im Projektbeirat?
Wussten Sie, ob der Rat der Stadt Bonn zustimmt?
Oder hatten Sie Angst, dass er Nein sagt?
Lee Cornelissen vom Projektbeirat:
Ich hatte Vertrauen, weil viele Parteien im Projektbeirat dabei sind.
Wir waren alle für den Teilhabeplan.
Wir hatten keine Angst, dass er abgelehnt wird.
Wir hatten Sorge, dass der Teilhabeplan zu spät beschlossen wird.
Wegen der nächsten Wahlen.
Der Plan musste durch viele politische Ausschüsse gehen.
Das sind politische Gruppen.
Wir hatten Angst, dass viele Änderungen kommen.
Es ist gut, wenn Fachleute draufschauen.
Wenn beim Bauen zu wenig für Inklusion gemacht wird, ist das nicht gut.
Am Ende wurde der Plan schnell beschlossen.
Es gab keine große Diskussion.
Moderatorin Marion Theisen:
Der neue Teilhabeplan war schnell klar.
Frau Rinck, wie denken Sie über die letzten Jahre im Projektbeirat?
Sie treffen sich schon seit vier Jahren
Wie war diese Zeit?
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Es gab Pausen.
Zum Beispiel als der Krieg in der Ukraine anfing.
Wir konnten uns fast ein Jahr nicht treffen.
Es gab nur eine Online-Sitzung.
Moderatorin Marion Theisen:
Warum gab es die Pause?
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Viele Menschen aus der Stadt-Verwaltung mussten sich
um geflüchtete Menschen kümmern.
Darum konnte unser Projektbeirat nicht weiterarbeiten.
So wurde es knapp mit der Zeit.
Wir wussten nicht, ob der Teilhabeplan rechtzeitig beschlossen wird.
Moderatorin Marion Theisen:
Wie war der Projektbeirat in den letzten Jahren?
Wie war es am Anfang?
Wie ist es jetzt?
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Es war spannend.
Im Rat der Stadt Bonn wird oft viel diskutiert.
Im Projektbeirat war es eher ruhig und friedlich.
Alle wollten zusammenarbeiten.
Moderatorin Marion Theisen:
Alle waren sich einig, dass Inklusion und Barrierefreiheit wichtig sind?
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Ja, wir hatten die richtigen Leute im Projektbeirat.
Alle waren motiviert.
Lee Cornelissen vom Projektbeirat:
Es war nicht immer leicht.
Vor allem am Anfang, in den Arbeitsgruppen.
Wir haben uns erst kennengelernt.
Wir haben über unsere Ziele viel gesprochen.
Aber es war besser als im Rat der Stadt Bonn.
Moderatorin Marion Theisen:
Wie war das für Sie, Frau Rinck?
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Stimmt.
Wir haben bei Anträgen meistens zugestimmt.
Aber in kleinen Gruppen gab es Diskussionen.
Sagt man Behinderung oder sagt man eher Beeinträchtigung?
Moderatorin Marion Theisen:
Das ist wichtig für eine Stadt.
Diskussionen in Gruppen helfen, gute Lösungen zu finden.
Lee Cornelissen vom Projektbeirat:
Im Rat der Stadt Bonn gibt es diese Diskussionen zu den Begriffen noch nicht so oft.
Man kann ja nicht immer sofort sagen,
bitte benutzen Sie das richtige Wort.
Moderatorin Marion Theisen:
Man muss immer weiter dranbleiben.
Inklusion sichtbar zu machen, ist am schwersten.
Jetzt müssen die Ämter der Stadt den neuen Teilhabeplan umsetzen.
Jede Aufgabe hat eine Frist und soll in einer bestimmten Zeit erledigt werden.
Wie kann der Projektbeirat dabei helfen, Frau Rinck?
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Ich wünsche mir, dass die Ämter ihre Arbeit machen.
Aber sie sollen uns fragen, wenn sie etwas nicht wissen.
Sie sollen nicht ohne die Betroffenen entscheiden.
Wir Menschen, die selbst behindert sind, helfen gern.
Moderatorin Marion Theisen:
Frau Cornelissen, wie sehen Sie das?
Lee Cornelissen vom Projektbeirat:
Wir müssen in den Parteien weiter über das Thema sprechen.
Der Teilhabeplan ist für die Stadt-Verwaltung.
Die Stadt soll den Teilhabeplan umsetzen.
Moderatorin Marion Theisen:
Es soll jetzt mehr Gespräche geben zwischen Politik,
Projektbeirat und den Ämtern.
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Ja, mehr Gespräche sind gut.
Jeder soll wissen, was die anderen machen.
Moderatorin Marion Theisen:
Sehen Sie das auch so, Frau Cornelissen?
Lee Cornelissen vom Projektbeirat:
In der Stadt-Verwaltung gibt es sehr viele Menschen.
Sie können nicht alle mit allen reden.
Aber meistens werden Fachleute gefragt.
In vielen Plänen wird an die Barrierefreiheit schon gedacht.
Manchmal wird es aber nicht gut erklärt.
Josephine Rinck vom Projektbeirat:
Manchmal gibt es solche Gespräche.
Aber ich weiß nicht,
wie viele Leute in der Stadt-Verwaltung das Thema kennen.
Moderatorin Marion Theisen:
Ich glaube, dass das Wissen in der Stadt-Verwaltung immer mehr wird.
Weil jedes Amt in der Stadt-Verwaltung die Aufgaben umsetzen muss.
Es gibt mehr Gespräche und das Wissen wächst dadurch.
Vielen Dank, dass Sie hier waren.
Alles Gute für die Arbeit im Projektbeirat.
Teil 3 Gespräch mit der Stadt Bonn und der Behinderten-Gemeinschaft Bonn
Moderatorin Marion Theisen:
Die Stadt Bonn macht einen Teilhabeplan.
Der Teilhabeplan heißt „Bonn Inklusiv“.
In dem Teilhabeplan steht:
Die Stadt will Menschen mit Behinderung helfen.
Die Stadt will, dass alle mitmachen können.
Im Teilhabeplan stehen viele Vorschläge.
Im Teilhabeplan steht auch, was besonders wichtig ist.
Viele Menschen arbeiten an dem Plan mit.
Winfried Rick arbeitet bei der Stadt Bonn.
Er leitet das Amt für Soziales und Wohnen.
Ute Silkens arbeitet auch dort.
Sie hilft Menschen mit Behinderung.
Beide arbeiten am Teilhabeplan mit und
achten darauf, dass Aufgaben umgesetzt werden.
Wie wird so ein großer Plan umgesetzt?
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Wir müssen alle Ämter über den Teilhabeplan informieren.
Damit jedes Amt weiß, was zu tun ist.
Die Ämter brauchen für die Aufgaben genug Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Sie brauchen auch Geld dafür.
Wenn etwas nicht reicht, können sie mehr Personal oder mehr Geld beantragen.
Moderatorin Marion Theisen:
Die Ämter bekommen also klare Aufgaben.
Jedes Amt überlegt, was es braucht?
Die Ämter können neue Leute einstellen, wenn es nötig ist.
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Die Ämter sind verantwortlich für die Aufgaben.
Sie sorgen für Personal und Geld in ihrem Amt.
Dann können sie anfangen.
Die Aufgaben kennen sie ja schon.
Moderatorin Marion Theisen:
Manchmal weiß man vorher nicht genau, wie viel Arbeit eine Aufgabe macht.
Man weiß manchmal auch nicht, wie viele Leute man braucht.
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Ja, manchmal merkt man erst später,
dass man mehr Leute oder mehr Geld braucht.
Dann beantragt man mehr.
Moderatorin Marion Theisen:
Kann man dann einfach noch mehr Leute einstellen?
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Ja, wenn es nötig ist, kann man das tun.
Moderatorin Marion Theisen:
Braucht man für manche Aufgaben viele Leute?
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Bei einigen Aufgaben braucht man keine neuen Leute.
Bei anderen Aufgaben braucht man mehr Leute und mehr Geld.
Moderatorin Marion Theisen:
Das ist viel Arbeit für die Stadt Bonn.
Ist das schwer für die Stadt Bonn, alle Aufgaben zu erledigen?
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Das ist ein großer Schritt für die Stadt Bonn.
Aber es ist wichtig für die Stadt.
Auch, wenn es viel Arbeit ist.
Moderatorin Marion Theisen:
Sie sehen nicht sehr geschockt aus, dass es so viel Arbeit ist.
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Nein, ich kenne den Teilhabeplan gut.
Ich weiß, dass das nicht einfach wird.
Moderatorin Marion Theisen:
Wird denn alles rechtzeitig fertig?
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Wir wollen alles schaffen.
Aber manchmal dauert es eben länger.
Manchmal geht es erst im Jahr 2027 weiter,
weil es da erst wieder Geld gibt.
Moderatorin Marion Theisen:
Manche Sachen brauchen also mehr Zeit.
Winfried Rick von der Stadt Bonn:
Das stimmt.
Moderatorin Marion Theisen:
Frau Silkens, können die Ämter Hilfe bekommen?
Oder müssen sie alles allein machen?
Ute Silkens von der Stadt Bonn:
Wir haben mit den Ämtern gesprochen.
Wir haben erklärt, was sie tun sollen.
Die Ämter können uns fragen, wenn sie Hilfe brauchen.
Sie können auch die Behinderten-Gemeinschaft Bonn fragen.
Die Ämter sollen mit Betroffenen sprechen.
Die Ämter sollen Inklusion ernst nehmen.
So klappt die Zusammenarbeit besser.
Moderatorin Marion Theisen:
Die Ämter machen neue Erfahrungen.
Das hilft für die Zukunft.
So wird Bonn inklusiver.
Ute Silkens von der Stadt Bonn:
Ich hoffe, dass viele merken, dass sich Inklusion für alle Menschen lohnt.
Auch wenn es am Anfang schwer aussieht.
Die Stadt wird dadurch besser und alle fühlen sich wohler.
Moderatorin Marion Theisen:
Das ist wichtig für die Gesellschaft.
Manchmal sind die Menschen nicht so nett zueinander.
Ute Silkens von der Stadt Bonn:
Stimmt.
Inklusion ist eine Einstellung.
Es ist wichtig, dass die Menschen nett zueinander sind.
Dann geht es allen besser.
Man muss nicht alles für andere tun.
Aber es hilft viel, wenn man offen für andere Menschen ist.
Moderatorin Marion Theisen:
Das gilt nicht nur für Menschen mit Behinderung.
Alle sollten füreinander da sein.
Was machen Sie als Nächstes?
Ute Silkens von der Stadt Bonn:
Wir sprechen weiter mit dem Projektbeirat.
Wir schauen in den nächsten 5 Jahren,
was klappt gut?
Wo gibt es Probleme mit dem Teilhabeplan?
Wir wollen immer im Kontakt miteinander bleiben.
Dann gibt es noch eine Gruppe von Menschen mit Behinderung.
Das sind Experten und Expertinnen für Inklusion.
Sie wissen am besten, was sie und andere Menschen mit Behinderung brauchen.
Diese Gruppe prüft, ob alles klappt mit den Aufgaben.
Sie helfen den Ämtern auch weiter, wenn sie Hilfe brauchen.
Moderatorin Marion Theisen:
Man spricht also immer miteinander.
Ute Silkens von der Stadt Bonn:
Ja, das ist wichtig.
Wir wollen auch die Politik informieren.
Wir erzählen den Bürgerinnen und Bürgern,
wo wir Erfolg haben.
Moderatorin Marion Theisen:
Es gibt auch eine Webseite von der Stadt.
Die heißt „Bonn macht mit“.
Man kann sich dort über den Teilhabeplan informieren.
Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.
Danke für das Gespräch!
Teil 4 Gespräch Behinderten-Gemeinschaft Bonn, die Behindertenbeauftragte
Moderatorin Marion Theisen:
Zuletzt sprechen wir mit dem Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn.
Der Verein heißt auch BG Bonn.
Hier setzen sich Menschen für Inklusion ein.
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen dazu gehören.
Niemand wird ausgeschlossen.
Der Verein BG Bonn setzt sich auch für Barrierefreiheit ein.
Barrierefreiheit heißt,
dass es keine Hindernisse für Menschen mit Behinderungen gibt.
Die BG Bonn ist die Behindertenbeauftragte der Stadt Bonn.
Die Chefin heißt Marion Frohn.
Schön, dass Sie da sind, Frau Frohn!
Im Jahr 2011 gab es den ersten Teilhabeplan der Stadt Bonn.
Im Teilhabeplan steht, wie Menschen mit Behinderung
besser am Leben teilnehmen können.
Der Rat der Stadt Bonn hat den Teilhabeplan beschlossen.
Vieles ist schon passiert.
Wie haben Sie die Zeit erlebt, wo am Teilhabeplan weitergearbeitet wurde?
Marion Frohn von der BG Bonn:
Es war sehr wichtig, dass es den Teilhabeplan gibt.
Wenn man einen Plan macht, muss man später prüfen:
Was ist schon gemacht?
Was fehlt noch?
Warum ist manches noch nicht gemacht?
Nach elf Jahren war es richtig, auf die Ergebnisse zu schauen.
Wir haben gesehen, dass es inzwischen neue Aufgaben gibt.
Wir müssen nach einiger Zeit immer wieder am Teilhabeplan arbeiten,
damit Inklusion in Bonn weiterkommt.
Deshalb finden wir es sehr gut, dass am Teilhabeplan weitergearbeitet wurde.
Moderatorin Marion Theisen:
Wie haben Sie das erlebt, wenn Aufgaben erledigt wurden?
Es gab viele Aufgaben und es ist schon viel passiert.
Das hat aber einige Jahre gedauert.
Können Sie kurz erzählen, wie das genau ablief?
Marion Frohn von der BG Bonn:
Am Anfang gab es 111 Aufgaben.
Das sind viele Vorschläge und Aufgaben.
Die Stadt und wir mussten diese Aufgaben umsetzen.
Es ging vor allem um Inklusion, Barrierefreiheit und mehr Teilhabe.
Eine Aufgabe ist zum Beispiel, dass Busse und Bahnen für alle da sein sollen.
Alle Menschen sollen die Busse und Bahnen gut benutzen können.
Deshalb sprechen wir mit den Stadtwerken Bonn und der Stadt Bonn.
Wir treffen uns zu bestimmten Terminen.
Das ist jetzt ein Standard.
Das bedeutet, die Gespräche finden nicht ab und zu statt.
Wir treffen uns regelmäßig.
Wenn alle zusammenarbeiten, dann klappen viele Dinge besser.
Das dauert und kostet einige Zeit, bis es so weit ist.
Aber es ist sehr wichtig, dranzubleiben.
Jetzt sind schon einige Sachen im Alltag normal.
Ich war damals auch in einer Arbeitsgruppe,
als zum ersten Mal am Teilhabeplan gearbeitet wurde.
Es haben sehr viele Menschen in den Arbeitsgruppen zusammengearbeitet.
Die Stadt Bonn hat das gut gemacht mit den Arbeitsgruppen.
Die Arbeit war immer sehr gut vorbereitet von der Geschäftsstelle des Teilhabeplans. Die Geschäftsstelle des Teilhabeplans ist ein Teil von der Stadt Bonn.
Sie hat immer alle Treffen begleitet
und die vielen Meinungen aus den Arbeitsgruppen aufgeschrieben.
Die Sätze im Teilhabeplan waren damals sehr lang,
weil viele Meinungen in einem Satz standen.
Danach war es oft nicht einfach, die Texte gut zu verstehen.
Moderatorin Marion Theisen:
Jetzt wird der Teilhabeplan in Einfache oder Leichte Sprache übersetzt, richtig?
Marion Frohn von der BG Bonn:
Wir haben beim letzten Mal den Teilhabeplan in Leichte Sprache übersetzt.
Da war ich auch dabei.
Jetzt gibt es Einfache Sprache beim neuen Teilhabeplan.
Damals haben wir beim Teilhabeplan nicht genau geprüft,
ob die Aufgaben wirklich helfen.
Daraus haben wir etwas gelernt.
Wir wollen nun kürzere und klare Sätze.
Und wir sagen genau, was wir mit den Aufgaben erreichen wollen.
Deshalb war jetzt der richtige Zeitpunkt, den Teilhabeplan zu verbessern.
Moderatorin Marion Theisen:
Es ist gut für die Ämter, dass sie wissen,
wie sie neue Dinge umsetzen können.
Es ist auch gut, dass diese Dinge später geprüft werden.
Jetzt möchte ich zum Projektbeirat kommen.
Die BG Bonn ist im Projektbeirat dabei.
Was macht die BG Bonn im Projektbeirat?
Marion Frohn von der BG Bonn:
Wir sind Mitglied im Projektbeirat.
Im Projektbeirat sind Menschen aus der Politik,
Stadt-Verwaltung und der Selbsthilfe.
Selbsthilfe bedeutet, Menschen in einer Gruppe helfen sich
und sie helfen anderen.
Es sind auch Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit dabei.
So gibt es Menschen mit vielen verschiedene Erfahrungen im Projektbeirat.
Wir sind eine Gemeinschaft in der BG Bonn.
Wir gehören auch zum Projektbeirat.
Dort bringen wir viele unterschiedliche Erfahrungen mit rein.
Das ist unsere besondere Stärke im Projektbeirat.
Moderatorin Marion Theisen:
Wenn viele verschiedene Menschen zusammenarbeiten,
wird es manchmal auch schwierig.
Wie funktioniert das im Projektbeirat?
Können Sie ein Beispiel nennen?
Marion Frohn von der BG Bonn:
Wir arbeiten im Projektbeirat sehr fair zusammen.
Wir hören uns gegenseitig zu.
Wir sind nicht immer einer Meinung.
Es wird oft diskutiert.
Aber wir finden am Ende immer eine Lösung.
Das ist sehr schön.
Die Arbeit war in den letzten Jahren vielfältig
und manchmal sehr anstrengend.
Wir haben uns viel Zeit für den Teilhabeplan genommen.
Dabei konnten wir uns Stück für Stück besser kennenlernen.
Inzwischen verstehen wir besser, warum jemand eine bestimmte Idee hat.
Gut ist, dass wir am Ende immer Lösungen gefunden haben.
Moderatorin Marion Theisen:
Wenn viele mitentscheiden, ist es manchmal schwieriger.
Aber am Ende machen alle mit und finden das Ergebnis gut.
Das ist das Besondere.
Jetzt gibt es klare Aufgaben für die Ämter.
Was rät die BG Bonn den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
in den Ämtern der Stadt Bonn?
Einige kennen sich mit Inklusion ja noch nicht so gut aus.
Marion Frohn von der BG Bonn:
Reden Sie mit uns!
Wir beraten Sie.
Wir kommen zu Ihnen und schauen uns alles an.
Wir haben viel Erfahrung.
Wenn Sie Fragen zu Inklusion, Teilhabe oder Barrierefreiheit haben, fragen Sie uns.
Wir kennen Menschen, die Expertinnen und Experten dafür sind.
Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Moderatorin Marion Theisen:
Wir informieren Sie weiter über den Teilhabeplan „Bonn Inklusiv“.
Das Ziel ist eine Stadt, in der Vielfalt und Inklusion normal sind.
Das war „Bonn Inklusiv“, der Podcast der BG Bonn und der Stadt Bonn.
Mehr Infos gibt es auf www.bgbonn.org