Breiter Boulevard ohne PKW
Das Rheinufer sollte vom PKW-Verkehr weitgehend freigehalten werden. Die Idee von Herrn Stahl, nur eine Fläche ohne Unterteilung zu schaffen (shared space) finde ich hier sehr anregend.
Das Rheinufer sollte vom PKW-Verkehr weitgehend freigehalten werden. Die Idee von Herrn Stahl, nur eine Fläche ohne Unterteilung zu schaffen (shared space) finde ich hier sehr anregend.
Kommentare
am 19. Feb. 2021
at 15:13Uhr
Nur ohne PKW-Durchgangsverkehr und Parkplätze
Das ist ein schöner Vorschlag.
- Es sollte aber dennoch einen reinen Fußgängerbereich geben, um nicht dauernd beim Spaziergang und mit Kindern nach dem (Rad-)Verkehr sehen zu müssen.
- PKW-Durchgangsverkehr sollte wegen des begrenzten Platzes und des Naherholungswertes vermieden werden.
- Parkplätze sollten wegen des hohen Platzverbrauchs vermieden werden, hierfür gibt es nahegelegene Parkhäuser.
- Es muss auch möglich sein, mit angemessenem Tempo mit dem Rad (auch Pedelec und Lastenrad) fahren zu können. Der Rheinradweg ist inzwischen eine Radverkehrsachse, die erhalten bleiben sollte.
am 07. Mär. 2021
at 12:45Uhr
Shared Space
Ich finde die Idee eines Shared Space am Rheinufer nicht praktikabel. In innerstädtischen Bereichen, z.B. in der Altstadt, ist das gut denkbar und wäre an vielen Orten ein Gewinn. Am Rheinufer verlaufen aber überregionale und internationale Radrouten, mal abgesehen von der wichtigen, kreuzungsfreien und sicheren Nord-Süd-Radpendelroute durch Bonn. Diese zentralen Funktionen würde man mit den 1,6 Kilometern Shared Space torpedieren und den Radverkehr in Bonn unattraktiver machen.
Noch viel schlimmer finde ich den Vorschlag für alle Fußgänger, die gemütlich am Rhein flanieren möchten, ohne ständig voller Aufmerksamkeit (die braucht man bei einem Shared Space nämlich!) zu sein, um alle Fahrräder, E-Scooter und Jogger um sich herum wahrzunehmen. Außerdem setzt so ein unaufgeteilter Raum voraus, dass sich alle E-Scooter- und Radfahrende sehr rücksichtsvoll verhalten. Ich selbst bin ja oft genug nicht nur Radfahrerin, sondern auch Fußgängerin, und muss ich sagen, dass Rücksicht von anderen Radelnden nicht immer gegeben ist und man auch mit Kinderwagen noch eng überholt wird. Wie erst möchte man Menschen mit Behinderungen eigentlich einen Shared Space schmackhaft machen? Das ist nichts für 1,6 Kilometer Rheinuferpromenade.