Neuaufstellung des Nahverkehrsplans der Bundesstadt Bonn
Ein Nahverkehrsplan hat den Zweck, für jeden Aufgabenträger eine tragfähige und finanziell realistische Grundlage für die Ausgestaltung des ÖPNV zu schaffen und ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten zu sichern. Im Nahverkehrsplan werden die mittel- bis langfristige Weiterentwicklung des ÖPNV beschrieben sowie die Rahmenbedingungen für den Betrieb der Busse und Bahnen geregelt. Mit der Neuaufstellung des Nahverkehrsplanes soll der ÖPNV in Bonn zukunftsfähig und nachhaltig aufgestellt werden. Dazu findet eine ausführliche Analyse und Bewertung des bestehenden ÖPNV-Netzes mit seinen Stärken und Schwächen statt.
Stand des Vorhabens
Aktueller Bearbeitungsstand
Onlinebeteiligung zum Nahverkehrsplan wurde im Zeitraum 30.06 bis 03.08.2025 durchgeführt. Auswertung der Ergebnisse sowie Erstellung eines Abschlussberichtes bis Ende 2025 erfolgt. Im Anschluss Bekanntmachung gegenüber Politik und Öffentlichkeit (vorgesehen in Q4 2026).
Geplante Schritte
Ausschreibung und Vergabe an einen externen Gutachter ist erfolgt
Ab Ende Q2/ Anfang Q3 2026: Erarbeitung des neuen Nahverkehrsplans mit Phasen der Information und Beteiligung der Bürgerschaft im Laufe der Jahre 2026 und 2027 in Form der geplanten Beteiligungsformate
Ende 2027 / Anfang 2028: Fertigstellung und politischer Beschluss
Vorhabeninformationen
Räumliche Lage
Gesamtstädtisch
Politischer Beschluss
Ratsbeschluss vom 12. November 2024, DS-Nr.: 240782
Voraussichtliche Kosten
Kosten des Vorhabens: 200.000,00 Euro plus Kosten für die Beteiligung.
Kosten der Beteiligung: bisher ca. 23.500 €, weitere Kosten liegen schätzungsweise bei 30.000 €
Zuständigkeit
Gesamtstädtisch
Begründung: Die im Nahverkehrsplan getroffenen Änderungen betreffen das gesamte Stadtgebiet.
Beteiligung
Beschreibung des Verfahrens
In der ersten Runde der Beteiligung wurde eine breit angelegte Befragung durchgeführt, die auch Personen ansprechen sollte, die den ÖPNV nicht nutzen. Im Rahmen der Befragung wurden die Problemstellen im Bonner ÖPNV aus Sicht der Nutzer*innen herausgefunden, die Zufriedenheit der Bevölkerung hinsichtlich des ÖPNV-Angebots erfragt und Ideen und Verbesserungsvorschläge gesammelt. Auf dieser Basis kann nun im weiteren Verlauf ermittelt werden, ob das aktuelle ÖPNV-Netz die Bedarfe der Menschen abdeckt oder ob es wichtige Verbindungen gibt, die bisher noch nicht mit dem ÖPNV abgedeckt sind.
Die Rückmeldungen dienen als Grundlage für die weitere Erarbeitung des neuen Nahverkehrsplans. Dessen Erarbeitung wird von weiteren Öffentlichkeits- und Informationsformaten begleitet. Hierzu liegt ein Beteiligungskonzept vor, das den Gremien zur Information vorgelegt wird. Neben einer allgemeinen Informationsveranstaltung in Präsenz für die interessierte Öffentlichkeit zu Beginn ist im weiteren Verlauf speziell die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in Form eines sogenannten BarCamps sowie eine Abfrage über die Schulen geplant. Weitere digitale Informationen, bspw. über Social Media oder über die Internetseite sind ebenfalls vorgesehen. Zusätzlich finden Stakeholdergespräche und Fachdialoge im Online-Format mit relevanten regionalen Organisationen und Verbänden sowie Gruppen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft statt. Abschließend wird der Entwurf des neuen Nahverkehrsplans der Öffentlichkeit im Rahmen einer Präsenzveranstaltung vorgestellt und zur Kommentierung über Bonn-macht-mit.de bereitgestellt.
Kinder- und Jugendbeteiligung
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist wichtig, da sie für ihre Mobilität besonders auf den ÖPNV angewiesen sind. Die geplante Befragung in der ersten Beteiligungsrunde wurde jugendgerecht aufbereitet. Für die Teilnahme an der Befragung wurden Kinder- und Jugendliche über verschiedene Wege angesprochen: Direkter Versand an zufällige ausgewählte Kinder und Jugendliche, Werbung für und Auslage der Befragung über Schulen, in Bussen und Bahnen und an öffentlichen Stellen, Werbung auf Bonn-macht-mit.de/jugend und auf dem Instagram-Kanal des Beirates Kinder- und Jugendbeteiligung. Für die Beteiligung im weiteren Verlauf liegt ein Beteiligungskonzept vor. Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen ist darin berücksichtigt. Die Beteiligungsformate inklusive der Beschreibung, wie Kinder und Jugendliche beteiligt werden, werden den Beteiligungsgremien zur Information vorgelegt.
Kontakt
Alisa Nahry, Stadtplanungsamt (Amt 61-31), Tel.: 0228 77 60184, E-Mail: Alisa.Nahry@bonn.de