„Bleibe“ im Kunstmuseum Bonn - Ein neuer Aktionsort für die Stadtgesellschaft
In einer Zeit, in der sich vieles schnell verändert, werden Orte immer wichtiger, an denen Menschen sich begegnen, austauschen und Gemeinschaft erleben können. Es stellt sich die Frage, welche nichtkommerziellen Räume dafür zur Verfügung stehen und Raum zur Selbstentfaltung bieten. Wo können wir unsere gemeinsame Gegenwart und Zukunft gestalten? Das Kunstmuseum Bonn plant, in den Jahren 2026 und 2027 sein Museumsfoyer zu einem Treffpunkt und Diskursort umzugestalten. Im Juni 2026 startet das Kunstmuseum Bonn eine Bürgerbeteiligung, um gemeinsam mit Bonner*innen einen öffentlichen Raum zu gestalten. Ab November 2026 soll die „Bleibe“ im Foyer des Kunstmuseums Bonn einen sozialen Aufenthaltsort sowie eine Aktions- und Präsentationsfläche für lokale Gruppen bieten. In dieser Zusammenarbeit unterstützen sich das Kunstmuseum Bonn und die jeweiligen Partner*innen gegenseitig in der Vermittlung und Vertiefung aktueller Themen.
Stand des Vorhabens
Aktueller Bearbeitungsstand
Planung und Vorbereitung der Beteiligung.
Geplante Schritte
1. Planung (August 2025-Mai 2026)
2. Mehrstufiger Beteiligungsprozess (Juni-Oktober 2026)
3. Auswertung und Konzeption (Juli-Oktober 2026)
4. Umsetzung (Oktober-November 2026)
5. Nutzung und thematische Programmierung (ab dem 25. November 2026 fortlaufend)
6. Teilevaluation
7. Räumliche Erweiterungen (2027)
Vorhabeninformationen
Räumliche Lage
Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn
Voraussichtliche Kosten
32.000,00 Euro (für 2026 zugesagt)
Zuständigkeit
Gesamtstädtisch
Begründung: Das Kunstmuseum Bonn steht allen lokalen, regionalen und internationalen Besucher*innen offen.
Beteiligung
Beschreibung des Verfahrens
Von Juni bis Oktober 2026 setzt das Museum in Kooperation mit den Architekten von raumlaborberlin und in Absprache mit der Abteilung Bürgerbeteiligung verschiedene Beteiligungsveranstaltungen um und entwickelt eine Umfrage, um gemeinsame Ziele und Vorgaben für die Nutzung des Museumsfoyers zu erarbeiten. Die Veranstaltungen richten sich an alle Personen, Vereine und Initiativen, die das Kunstmuseum weiterentwickeln möchten, einen Treffpunkt in Kessenich suchen oder eine Präsentationsfläche für ihre Arbeit benötigen. Das Programm umfasst unter anderem:
- Gesprächsformate
- Erkundungen des Museumsgebäudes
- Künstlerische Workshops im Museum und außerhalb
Über das städtische Beteiligungsportal „Bonn-macht-mit“ und eine Station im Foyer wird eine vorbereitete Umfrage bereitgestellt, die sowohl digital als auch analog genutzt werden kann. Bestehende Kooperationspartner, wie Schulen und Kitas, werden direkt vom Museum zur Teilnahme eingeladen. Zusätzlich wird die Umfrage über die Museumswebsite, städtische Seiten und Social-Media-Kanäle beworben. Partner werden gebeten, die Umfrage in ihren Netzwerken zu teilen. Zur Verbreitung werden unter anderem die Arbeitsgemeinschaft der Begegnungs-, Beratungs- und Bildungsgemeinschaften sowie das MIGRApolis-Netzwerk genutzt.
Kinder- und Jugendbeteiligung
Kita- und Schulgruppen gehören zu den regelmäßigen Nutzer*innen des Museums. Kinder und Jugendlichen, die das Kunstmuseum besuchen oder an den Angeboten des Museums teilnehmen, werden zu ihren Anregungen und Ideen befragt, wie sie das Eingangsfoyer als Ort der Begegnung wahrnehmen und nutzen würden. Dabei werden Methoden eingesetzt, die auf das Alter der jeweiligen Zielgruppen abgestimmt sind (Siehe Beschreibung des Verfahrens). Mindestens eine der geplanten Beteiligungsveranstaltungen wird explizit auf Jugendliche ausgerichtet. Diese Veranstaltung soll dabei einen Eventcharakter erhalten, der junge Menschen anspricht. Ein möglicher Anknüpfungspunkt ist dabei die Nacht der Jugendkultur im September 2026. Jugendzentren im Umkreis des Kunstmuseums werden über die Beteiligungsmöglichkeit informiert
Kontakt
Lucy Degens, Leistungszentrum Kunstmuseum (Amt 45), E-Mail: Lucy.Degens@bonn.de, Tel.: 0228 77 6225