Stadt Bonn verankert Kinder- und Jugendrechte in der Hauptsatzung
Die Bundesstadt Bonn hat einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung der Kinder- und Jugendrechte unternommen: Mit einem neuen Paragrafen in der Hauptsatzung bekennt sich die Stadt ausdrücklich dazu, Kinder und Jugendliche in besonderer Weise zu berücksichtigen.
Der neu aufgenommene Passus lautet: „Die Bundesstadt Bonn ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt im Rahmen ihrer Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen hin.“ Mit dieser Änderung wird das Selbstverständnis der Stadt Bonn als kinder- und jugendfreundliche Kommune rechtlich sichtbar gemacht. Damit verbunden ist die Verpflichtung, bei Entscheidungen, Planungen und Maßnahmen der Stadtverwaltung die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen immer in den Blick zu nehmen.
„Die Aufnahme dieses Paragrafen in die Hauptsatzung ist ein klares Signal: Bonn bekennt sich dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu achten und ihnen eine starke Stimme in unserer Stadt zu geben“, betont Oberbürgermeisterin Katja Dörner.
Kinder und Jugendliche sind eine gesellschaftliche Gruppe mit spezifischen Bedürfnissen, Rechten und Anliegen. Ihre Belange finden sich in zahlreichen rechtlichen Grundlagen wieder – unter anderem in der UN-Kinderrechtskonvention, im Grundgesetz sowie im SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz). Die kommunale Ebene spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieser Rechte im alltäglichen Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen des Auditierungsprozesses zur Kinderfreundlichen Kommune wurde die Aufnahme der Kinderrechte in die Hauptsatzung als empfohlene Maßnahme genannt, um die strukturelle Verankerung dieser Rechte zu stärken. Angelehnt an die Hauptsatzungen der Städte Köln und Wolfsburg, die beide ebenfalls Kinderfreundliche Kommunen sind, hat nun auch Bonn einen entsprechenden Passus ergänzt.
Kinderfreundliche Kommune
Am 6. März 2025 wurde die Bundesstadt Bonn mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit Erhalt des Siegels hat sie sich zur lokalen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet.
Den Aktionsplan mit 20 Maßnahmen für 2025 bis 2027 finden Interessierte hier