Mehr Schwammstadt, weniger Autos, mehr Kinder: Das Bundesviertel als lebendiges Quartier weiterdenken.
Ich begrüße, dass an der Franz-Josef-Strauß-Allee neuer Wohnraum entstehen soll und das Bundesviertel dadurch vielfältiger werden kann. Wichtig ist mir, dass hier nicht nur dichter gebaut wird, sondern ein wirklich lebenswertes, klimaangepasstes und familienfreundliches Quartier entsteht.
Aus meiner Sicht sollten dabei drei Punkte besonders berücksichtigt werden:
Erstens sollte das Schwammstadtprinzip konsequent und verbindlich umgesetzt werden. Da die Mischwasserkanalisation bereits ausgelastet ist und Starkregen sowie Hitzeereignisse zunehmen, braucht es möglichst viel Regenwasserspeicherung, Versickerung, Verdunstung, Dach- und Fassadenbegrünung, wasserdurchlässige Beläge und unversiegelte Flächen.
Zweitens sollte das Quartier möglichst autoarm geplant werden. Angesichts der guten ÖPNV-, Rad- und Fußwegeanbindung erscheinen mir 120 Pkw-Stellplätze für rund 100 Wohnungen plus weitere Nutzungen sehr hoch. Stattdessen sollten Carsharing, sichere Fahrradstellplätze, Lastenradplätze und attraktive Wege für Fußgänger*innen und Radfahrende stärker priorisiert werden.
Drittens wünsche ich mir, dass das Quartier stärker aus Sicht von Kindern und Familien geplant wird. Das Bundesviertel braucht nicht nur Wohnungen, sondern auch sichere, verschattete Spiel- und Aufenthaltsflächen, konsumfreie Begegnungsorte, sichere Wege und eine gute soziale Infrastruktur wie Kita-Angebote.
Ich wünsche mir ein Quartier, das im Alltag funktioniert: grün, klimaresilient, sicher und lebendig.