Planungen berücksichtigen unzureichend die Besonderheiten des Meßdorfer Feldes
1. Eine versetzte dreigeschossige Bebauung würde die Kaltluftzufuhr für die angrenzenden Stadtgebiete sehr einschränken. Das trifft besonders im Bereich hinter dem noch vorhandenen Gebäude (Biologische Station) zu. Der Wettbewerbsvorschlag Nr. 2 (Lorenzen Mayer) hatte das in seiner Planung berücksichtigt, kam aber leider nicht zum Zuge.
2. Insgesamt ist die geplante Bebauung zu umfangreich, verdichtet und stellt keinen "sanften" Übergang von Bebauung zum offenen Feld dar.
3. Das Verkehrsaufkommen wird durch Ansiedlung von ambulanten Seniorenpflegediensten und/oder Gewerbebetriebe erheblich sein. Das kann über den vorhandenen Verkehrsweg kaum bewerkstelligt werden. Die Bürgerinitiative für die Erhaltung des Meßdorfer Feldes spricht sich gegen eine Ausweichlösung, z.B. über den Weg "An der alten Stadtgärtnerei" aus. Es würde ein Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet bedeuten.
4. Die Stadt investiert viel Geld, verzichtet auf Pachterträge und setzt den Grundstückswert drastisch herunter. Zusätzlich investiert sie Geld in das Abräumen der schadstoffhaltigen Gewächshausgerippe und anderen belasteten Elementen. Zusätzlich soll den Interessenten ein baufertiges Grundstück übergeben werden. Der finanzielle Aufwand der Stadt ist erheblich und ist nach Auffassung der Bürgerinitiative nicht verhältnismäßig und absehbar.
5. Das erweiterte Artenschutzgutachten liegt noch nicht vor. Die Ergebnisse des Gutachtens sollten vor der Durchführung weiterer Maßnahmen abgewartet werden.