"Beschleunigung der 66" ist Etikettenschwindel
Ich lehne die teure und aufwändige Verbreiterung des Teilstücks der B56 in Höhe des Combahn-Friedhofs zwischen den beiden Haltestellen Adelheidisstraße und Konrad-Adenauerplatz als nicht zielführend ab.
Ich befürworte stattdessen die Vorrangschaltung der Linie 66.
Der kreuzende MIV an beiden Straßenseiten muss durch rote Ampeln so rechtzeitig gestoppt werden, dass auch keine abbiegenden PKW mehr auf den Gleisen stehen. Die Bahn könnte dann zügig von der Adelheidisstraße zum Konrad-Adenauer-Platz durchfahren. Die bei schätzungsweisen 12 Bahnfahrten pro Stunde eintretende spürbare Behinderung des querenden MIV ist nicht nur in Kauf zu nehmen, sondern ein positiver Beitrag zur notwendigen Verkehrswende. Diese beinhaltet als wichtigste Säule einer klimagerechten und zukunftstauglichen Mobilität zwingend einen attraktiven, zuverlässigen und pünktlichen ÖPNV.
Diese Vorrangschaltung ist kurzfristig realisierbar, das geplante Bauvorhaben wird erfahrungsgemäß viele Jahre dauern und birgt zahlreiche Risiken und nicht vorhersehbare Kostensteigerungen.
Die beim Verzicht auf die Baumaßnahmen für Radfahrende und Zu-Fußgehende weiter bestehenden Nachteile sind demgegenüber vernachlässig- bzw. verkraftbar.