Ein Parkhaus als Zentrum eines Wohngebietes...
...man stelle sich das einmal vor! Hat es so etwas schon einmal gegeben? In der Uni-Klinik, sicher. In der City zum Einkaufen auch. Aber als Mittelpunkt in einem Wohngebiet, überirdisch, mit mind. 4 Etagen, das ist vermutlich ein Novum.
Und warum? Um sich die Tiefgaragen zu sparen natürlich. Offizielle Begründung war: Damit Bäume in den Innenhöfen wachsen können. Liebes Planungsbüro - Faktencheck: Das geht auch auf dem Dach einer Tiefgarage ziemlich gut. Die Aussage, das geht aus statischen Gründen nicht, ist schlichtweg falsch. Mein Arbeitgeber hat eine mittelgroße Tiefgarage und darauf eine schöne Wiese samt mittelgroßen, nun etwa 15 Jahre alten Bäumen. Noch nichts eingestürzt. Auch ein Blick aufs alte Stadthaus könnte sich lohnen. Sie werden staunen. Also eine bewusste Falschaussage. Könnte man auch Lüge nennen.
Und man könnte ja die Tiefgarage auch einfach unter dem Haus bauen. Soll es schon mal gegeben haben. Das wäre zwar eine effizientere Platznutzung, aber halt auch teurer. Und das ist der wahre Grund: Es soll billig sein und dabei viel Geld einbringen indem (erklärtes Ziel) das Maximum an Menschen in ein Minimum an Platz gequetscht wird.
Statt dessen also ein Parkhaus, euphemistisch "Mobilitätszentrale" genannt. Das hat zwar zu wenig Stellplätze, aber im Jahr 2025 ist es ja durchaus nachvollziehbar, dem Auto Raum zu nehmen und durch entsprechende Verknappung der Mobilitätswende Vorschub zu leisten. Insbesondere, wenn die Stadtbahn-Anbindung direkt vor der Tür liegt.