Wärmeplanung mit Fernwärme in bestimmten Innenstadtbereichen unrealistisch; Stadt sollte gegenüber Bürger ehrlich sein
Die Stadt sollte in der Wärmeplanung gegenüber den Bürgern ehrlich sein. In der derzeitigen Wärmeplanung werden für Innenstadtlagen m.E. falsche Erwartungen geweckt. Die Straßen und Gebiete in der Stadt mit Baumbestand und entsprechendem Wurzelwerk (oder engen Straßen, z.B. in der Altstadt) sollten als solche ausgewiesen werden, für die auch Fernwärme keine Lösung ist und es auch sonst keine (finanziell vertretbare) Lösung hin zu nicht-fossilen Energieträgern gibt. PV-Anlagen und Wärmepumpenlösungen sind in Innenstadtlagen mit recht kleinen Dächern und großen Wohnflächen (Häuser mit ca. 200-400 qm Wohnfläche über mehrere Etagen) finanziell absolut unattraktiv. Selbst bei einer (realistischen) 30% Förderung rechnen diese sich erst (nach meinen Berechnungen) in mehr als 100 Jahren! Für mich und viele andere ergibt sich aufgrund der o.g. Situation keine andere Lösung, als den Austausch der alten Gasheizungen in naher Zukunft vorzunehmen, solange dies noch rechtlich möglich ist und darauf zu hoffen, dass diese nach lange betrieben werden dürfen und das, mit noch irgendwie finanzierbarem Gas. Das klingt nicht wirklich gut und kann es nicht sein. So funktioniert Energiewende nicht und treibt Eigentümer in bestimmten Wohnbereichen entweder in den finanziellen Ruin oder kalte Wohnungen. Hat die Stadt alternative Vorschläge? Was plant die Stadt in diesen Bereichen und solchen Fällen?