Handlungsfeld Wirtschaft Steckbriefe

Handlungsfeld Wirtschaft - Steckbriefe

Steckbrief 3.1.1. - Pilotprojekt für klimafreundliche Beschaffung

Steckbrief 3.1.1. - Pilotprojekt für klimafreundliche Beschaffung

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.1 Stadt als Vorbild: Die klimaneutrale Verwaltung
Laufzeit
Start (Jahr): 2026 Ende (Jahr): 2027
Beschreibung
Durch klimafreundliche Beschaffung können öffentliche Verwaltungen ihre Klimaziele verfolgen und zusätzlich die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft unterstützen.

Im ersten Schritt soll im SGB, das zahlreiche klimarelevante Beschaffungsprozesse verantwortet, ein neues Instrument zur Bewertung von Emissionen entlang der Lieferkette eingeführt werden. In diesem Pilotprojekt sollen Klimaschutz-Mindestkriterien in den Vergabeunterlagen festgelegt sowie eine Beschleunigung eines Eilprojektes in Form einer „Gesamtvergabe“ erreicht werden. Bei der Vergabe wird die sog. „CO2-Performance Ladder“ – ein Instrument, das EU-weit bereits über 2.000 Kommunen erfolgreich einsetzen – oder ein vergleichbares System eingesetzt. Dafür wird ein Workshop mit Fachexpert*innen durchgeführt.

Eine rechtliche Prüfung durch das Referat Vergabedienste stellt sicher, dass Entscheidungen, die auf Basis eines solchen Systems getroffen werden, nicht von Wettbewerbsunternehmen im Verfahren angefochten werden können. Eine rechtssichere und gleichsam klimafreundliche Beschaffung soll damit gewährleistet werden. Mittelfristiges Ziel ist es, die Verfahrensarten in einer kommunalen Satzung festzulegen, um so sozial-ökologische und wirtschaftliche Beschaffungsprozesse zu ermöglichen.

In der Umsetzung sind folgende Maßnahmen erforderlich:
  • Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen
  • Kooperationen zwischen verschiedenen Dienststellen
  • Umfangreiche Kommunikation des Systems an die Lieferanten
Das Ziel ist, dass Personen, die für Beschaffung in den jeweiligen Verwaltungs- und Unternehmenseinheiten zuständig sind, mehr Sicherheit in der Integration von Klimaschutz-Anforderungen finden. Mittelfristig sollten sämtliche Beschaffer*innen mit kommunalem Bezug in Bonn eingebunden werden.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
  • Entwurf einer Dienstanweisung für organisationsweite Klimaschutzkriterien
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • Durchführung eines Workshops mit den Projektbeteiligten
  • Prüfung anerkannter Tools auf Eignung für Bonn und für betroffene Unternehmen
  • Abstimmung mit der KlimaAllianz zum Konzept der klimaneutralen Beschaffung
  • Kommunikationskonzept zur Einführung des neuen Verfahrens
  • Etablierung des Verfahrens
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
Die Einführung eines Instrumentes für klimafreundliche Beschaffung dient dazu, dass Beschaffungsprozesse einfach und wirksam die CO2-Emissionen in der Lieferkette reduzieren. Das geschieht z. B. durch:
  • Energieeinsparungen
  • klimafreundlichen Transport
  • beeinflussbare Emissionen entlang der Wertschöpfungskette
  • Klimaneutralitätsziele von Unternehmen
Zielgruppe(n)
  • Bonner Verwaltung
  • Unternehmen
Indikatoren
  • Klimaschutzinvestitionen
  • Green Jobs
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Beratungs- und Informationsangebote für Start-Ups und Bestandsunternehmen
Klimapartnerschaft mit der Wirtschaft
Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt fördern
Projektname:
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 10.000 5.000
Investiv (EUR)
Steckbrief 3.2.1. - Gebietsmanagement für Klimaschutz & -anpassung in Gewerbegebieten

Steckbrief 3.2.1. - Gebietsmanagement für Klimaschutz & -anpassung in Gewerbegebieten

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.3 Gewerbe, Handel, Dienstleistung
Laufzeit
Start (Jahr): 2024 Ende (Jahr): fortlaufend
Beschreibung
Zur Unterstützung der Unternehmen bei der Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs und der sich daraus ergebenden THG-Emissionen wurde in bestehenden Gewerbegebieten ein Gewerbegebietsmanagement eingeführt, welches auch das Thema Begrünung bearbeitet.

Das Management fungiert dabei als Ansprechpartner, Koordinator, Begleiter und Förderlotse und agiert sowohl auf einzelbetrieblicher als auch Gebietsebene. Pro Quartal wird eine Veranstaltung angeboten, digital oder vor Ort. Es werden zwei Formate durchgeführt: Unternehmensfrühstück und externe Referent*innen Es wurde beschlossen, zunächst zwei Gewerbegebiete (Bonn Beuel+, Bonn West) zu betreuen und diese Auswahl ggf. jährlich zu erweitern und stets anzupassen.

Geplant ist zudem:
  • eine Kooperation mit „Real-Utopien“, um positive Bilder zu generieren, inkl. Begrünung/Entsiegelung
  • in Zusammenarbeit mit Unternehmen einen schlecht entwickelten Bereich in einem Gebiet zu transformieren (Steigerung der Aufenthaltsqualität, insektenfreundliche Gestaltung – beispielsweise „Pico-Park“)
Meilensteine
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • Jährlich mindestens drei Gewerbegebietsgespräche mit mindestens 12 teilnehmenden Unternehmer*innen pro Gebiet mit Fokus auf Klimaschutz- und Klimaanpassungsthemen
  • Mindestens 12 (Beratungs-)Gespräche pro Jahr mit den Gewerbetreibenden als Bindeglied zwischen Unternehmen in den Gewerbegebieten und Verwaltung
  • Ggf. Sonderformatveranstaltungen / Kooperationsveranstaltungen zu Klimathemen (z. B. „flottes Gewerbe“ Cargobike.jetzt) mit anderen Akteuren/Institutionen (Energy4Climate, Köln-Bonn e. V. usw.)
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
Durch Gewerbegebietsgespräche sowie Vernetzung mit anderen Gewerbetreibenden und einzelnen Beratungen werden die Unternehmer*innen dazu animiert, in Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassungsmaßnahmen zu investieren, damit der eigene Betrieb perspektivisch Klimaneutralität erreicht. Hierbei sollen Synergieeffekte zwischen den Unternehmen entstehen. Mittel- und langfristig sollen die Investitionen in den Klimaschutz Unternehmen auch wettbewerbsfähiger machen (u. a. durch bessere Energieeffizienz und/oder selbstproduzierten Strom und/oder Wärme).
Zielgruppe(n)
Bonner Unternehmen in Gewerbegebieten
Indikatoren
  • Klimaschutzinvestitionen (EUR pro Jahr)
  • Green Jobs (akademische Fachkräfte sowie Industrie und GHD)
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 240557 – Mitteilungsvorlage: Zwischenstand zur Umsetzung der von der Wirtschaftsförderung zu koordinierenden Projekten aus dem Klimaplan
DS 230277 – Mitteilungsvorlage: Anpassung an den Klimawandel – Sachstandsbericht zum Förderprogramm Begrünung
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Beratungs- und Informationsangebote für Unternehmen
Klimapartnerschaft mit der Wirtschaft
Offensive für klimarelevante Ausbildungen und Fachbetriebe
Projektname:
Beratungs- und Informationsangebote der Wirtschaftsförderung, Klimapartnerschaften sowie Kooperationen bzgl. Fachkräfte, Klimaanpassungsstrategie, Schwammstadtkonzept, Hitzeaktionsplan
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 50.000 50.000 51.500 53.045 54.636
Investiv (EUR)
Steckbrief 3.2.2. - Offensive für klimarelevante Ausbildungen und Fachbetriebe

Steckbrief 3.2.2. - Offensive für klimarelevante Ausbildungen und Fachbetriebe

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.2 Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung
Laufzeit
Start (Jahr): 2023 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die „Ausbildungsoffensive“ hat das Ziel, Fachkräftebedarfe in klimarelevanten Berufen zu adressieren und aufbauend auf bestehenden lokalen und regionalen Strukturen neue Aktivitäten durchzuführen. Konkret besteht der Steckbrief aus den folgenden Komponenten:

1. Kampagne für Eltern und Schulen mit dem Arbeitstitel „Green Futures (Erfolgreich vor Ort: Eine sichere Ausbildung für unsere Erde)“
2. Angebote für Schülerinnen und Schüler (z. B. „Komm auf Tour“, ein Projekt zur Stärkenentdeckung, Solarcamps, Girls Day/Boys Day, etc.)
3. Veranstaltungsreihe: Wissen, das wirkt – Weiterbildung für Handwerksunternehmen
4. Optionale Bausteine:
  • Studie z. B. über erfolgreiche Modelle zur Ausbildungsförderung für klimarelevante Berufe, regionalwirtschaftliche Effekte, Kooperationsmodelle, Zufriedenheitsumfragen
  • Durchführung einer Jobmesse (gemeinsam mit Kooperationspartnern)
Die Maßnahmen sollen auch Menschen ansprechen, denen der Eintritt ins Ausbildungs- und Arbeitsleben bzw. die Aufnahme von Weiterbildungsmöglichkeiten schwerfällt. Die Initiative gegen den Fachkräftemangel kann so mit der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit verbunden werden.

Fortschritte und Ergebnisse fließen u. a. in die jährliche Klimaplanberichterstattung und den Klimakompass ein.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
  • Personalstelle besetzt seit 09/2024
  • Solarcamp Juli 2025 (kostenfreie Praxiswoche für Interessierte als Einstieg in das Dachdecker- und Elektrikerhandwerk)
  • Gründung des AK Green Skills im Jahr 2025
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • „Komm auf Tour“
  • Beauftragung eines Dienstleisters für die Kampagne
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
Standortentwicklung
Zielgruppe(n)
  • Bonner Eltern
  • Schulen
  • Schüler*innen
  • Handwerksbetriebe
Indikatoren
  • Green Jobs (akademische Fachkräfte sowie Industrie und GHD)
  • Anzahl an Auszubildenden in klimarelevanten Berufen
  • Anzahl an neuen Quereinsteigenden in klimarelevanten Berufen
  • Anzahl an Personen, die klimarelevante Weiterbildungen wahrnehmen
  • Anzahl an durchgeführten Veranstaltungen zum Thema
  • Anzahl an erreichten Menschen zum Thema
  • Anzahl an durchgeführten Kampagnen
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 222006-83 – Koalitions-ÄA zu Vorhaben 5.3.2.3. Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt fördern – Zielbeschluss Bonner Klimaplan, Antrag zur Vorlage 222006
DS 240557 – Mitteilungsvorlage: Zwischenstand zur Umsetzung der von der Wirtschaftsförderung zu koordinierenden Projekten aus dem Klimaplan
DS 253073 – Beschlussvorlage: Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 5.3.2.3 „Fachbetriebe und Ausbildungsberufe zum Klima-Umbau der Stadt fördern“ des Bonner Klimaplans
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Schulische Klimabildung
Beratungs- und Informationsangebote für Unternehmen
Projektname:
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 100.000 65.000 66.950 68.958,50 71.027,26
Investiv (EUR)
Steckbrief 3.3.1. - Beratungs- und Informationsangebote für Unternehmen

Steckbrief 3.3.1. - Beratungs- und Informationsangebote für Unternehmen

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.3 Gewerbe, Handel, Dienstleistung
Laufzeit
Start (Jahr): 2023 Ende (Jahr): fortlaufend
Beschreibung
Es wurde ein kommunales Beratungs- und Informationsangebot für Unternehmen in Bonn zum nachhaltigen Wirtschaften etabliert. Die Beratung betrachtet Klimaschutz entlang des gesamten Prozesses: von der Bestandsaufnahme und CO2-Bilanzierung über die strategische Planung und Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen bis zu deren Evaluation.

Die Angebote werden unter dem Dach des Nachhaltigkeits-Hub Region Bonn kommuniziert und beworben.

Beratung und Unterstützung gibt es für die Themenfelder Fördermittellandschaft, Gebäudeenergie, Begrünung und Klimaanpassung, Erneuerbare Energien, Mobilität, Ressourcenschonung und Produktion.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
  • Konzepterstellung für Beratungsangebote abgeschlossen
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • Darstellung eines Good Practice-Unternehmens im N-Hub (Nachhaltigkeits-Hub)
  • Nutzung eines Unternehmensstandortes als Location für eine Klimaschutz-Veranstaltung
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
  • Klimaneutrale Transformation der Wirtschaft
  • Aktivierung der Wirtschaft für die Bonner Klimaziele
Zielgruppe(n)
  • Bonner Unternehmen
Indikatoren
  • Anzahl beratener Unternehmen (Anzahl pro Jahr)
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 240557 – Mitteilungsvorlage - Zwischenstand zur Umsetzung der von der Wirtschaftsförderung zu koordinierenden Projekten aus dem Klimaplan
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Pilotprojekt für klimafreundliche Beschaffung
Gebietsmanagement für Klimaschutz & -anpassung in Gewerbegebieten
Offensive für klimarelevante Ausbildungen und Fachbetriebe
Förderung betriebliches Mobilitätsmanagement in Bonner Unternehmen und Institutionen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis
Klimapartnerschaft mit der Wirtschaft
Projektname: Nachhaltigkeitshub
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 10.000 10.000 10.485 10.800 11.124
Investiv (EUR)
Steckbrief 3.3.2. - Förderung betriebliches Mobilitätsmanagement in Bonner Unternehmen und Institutionen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis

Steckbrief 3.3.2. - Förderung betriebliches Mobilitätsmanagement in Bonner Unternehmen und Institutionen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.3 Gewerbe, Handel, Dienstleistung
Laufzeit
Start (Jahr): laufend Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Ergänzend zum Mobilitätsmanagement in Verwaltung und kommunalen Unternehmen wird ein kontinuierliches, zielgruppen- und standortbezogenes Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) für Bonner sowie im Rhein-Sieg-Kreis ansässige Unternehmen und Einrichtungen als kommunale Aufgabe etabliert. Das Programm „Jobwärts“ wird unter dem Namen „moveBonn“ fortgeführt und um neue Aktivitäten erweitert.

Eine in der Verwaltung angesiedelte Anlaufstelle unterstützt Unternehmen, Forschungs- und Bundeseinrichtungen bei der Einführung eines BMM durch inhaltliche und organisatorische Beratung sowie kostenfreie Angebote. Sie arbeitet eng mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und weiteren Partnern zusammen. Künftig liegt ein Schwerpunkt auf der Vernetzung der Arbeitgebenden mit regionalen Akteuren und der Information über Baumaßnahmen und Verkehrseinschränkungen.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
  • Änderung in moveBonn seit 01.01.2025
  • Stand September 2025: 40 Arbeitgebende mit ca. 65.000 Arbeitnehmenden und sechs Stakeholdern. Ca. 5500 Tonnen CO₂ eingespart bis Ende 2024 und 7.300 Personen umgestiegen.
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • Anlaufstelle für Betriebliches Mobilitätsmanagement in der Verkehrsplanung: Ansprache, Sensibilisierung und Unterstützung von Unternehmen und Einrichtungen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis; Beratung in Kooperation mit IHK, Zukunftsnetz Mobilität NRW und weiteren Partnern.
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Proaktive Ansprache von Unternehmen und Einrichtungen gemeinsam mit IHK und Zukunftsnetz Mobilität NRW.
  • BMM-Beratung und Umsetzungsbegleitung: Finanzierung professioneller Beratung zu Analyse, Maßnahmenentwicklung und Umsetzung betrieblicher Mobilitätsstrategien; Teilnehmende verpflichten sich zur Umsetzung.
  • Vernetzungsformate zu anstehenden Bauarbeiten im Schienen- und Straßennetz für Arbeitgebende und Stakeholder.
  • Kampagne und Beratung zu Homeoffice und Mobilem Arbeiten: Förderung der Beibehaltung und Weiterentwicklung dieser Modelle sowie von Co-Working-Spaces für wohnortnahes Arbeiten – besonders im Hinblick auf verkehrsbedingte Einschränkungen durch Baumaßnahmen.
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
Ziel der Aktivität ist die Unterstützung von Unternehmen, Forschungs- und Bundeseinrichtungen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bei der klimaschonenden Organisation ihrer Verkehre. Ein hohes Maß an betrieblicher Mobilität soll mit möglichst wenig Verkehr, geringerem Energieverbrauch und reduzierten CO₂-Emissionen erreicht werden.

Im Fokus steht die Entlastung der Hauptverkehrszeiten, indem mehr Beschäftigte nachhaltige Pendelmöglichkeiten wie Fahrrad, Bus, Bahn oder Fahrgemeinschaften nutzen. moveBonn unterstützt Arbeitgebende dabei durch Mobilitätsberatung, individuelle Analysen, Fachvorträge, Schulungen zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement und regelmäßige Netzwerktreffen.
Zielgruppe(n)
In Bonn und der Region ansässige Unternehmen, Forschungs- und Bundeseinrichtungen sowie Kommunen
Indikatoren
  • Anzahl der teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen an BMM
  • Anzahl der Unternehmen mit Jobticket, Umfang der Veränderung des Mobilitätsverhaltens
  • Modal Split, Verkehrsmenge, CO₂-Reduzierung, Umstiegspotenziale
  • Absatz von Jobtickets, Auslastung Fahrradabstellanlagen in teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen
  • Kommunikationsaktivitäten: Anzahl Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Aktionen wie z. B. Themenmeetings, Lehrgang etc.
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 220492-03 – Weiterführung des JOBWÄRTS-Programms
DS 241618 – Neues Konzept
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Parkraummanagement und Quartiersparken
Konzeptuelle Planung und Organisation urbaner Wirtschaftsverkehre
Gebietsmanagement für Klimaschutz & -anpassung in Gewerbegebieten
Beratungs- und Informationsangebote für Unternehmen
Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft
Projektname:
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 276.800 266.400 250.000 257.500 265.000
Investiv (EUR)
Steckbrief 3.3.3. - Klimapartnerschaft mit der Wirtschaft

Steckbrief 3.3.3. - Klimapartnerschaft mit der Wirtschaft

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.3 Gewerbe, Handel, Dienstleistung
Laufzeit
Start (Jahr): 2024 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Bonner „Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft“ sind im Jahr 2025 gestartet und stellen eine freiwillige Selbstverpflichtung von Pionier-Unternehmen dar. Die ursprüngliche Zielgruppe der energieintensiven Industrieunternehmen wird auf die Bonner Wirtschaft (Fokus > 50 Mitarbeiter*innen) insgesamt erweitert.

Bonner Klimapartner aus dem Bereich der Wirtschaft müssen mehrere Kriterien erfüllen:
  • Vorliegende THG-Bilanzierung nach GHG Protocol-Standard von vor max. 3 Jahren
  • Vorliegende CO₂-Reduktionsziele mit effektivem Anspruch auf THG-Reduktion von durchschnittlich 4 % pro Jahr und ein Maßnahmenplan zu deren Erreichung
  • Definition von Verantwortlichkeiten im Unternehmen für Klimaschutz
Der Austausch der Klimapartner untereinander und mit Expert*innen der Stadtverwaltung und mit externen Fachexpert*innen wird gefördert. Zentral sind dabei regelmäßige Arbeitsgruppentreffen.

Das Engagement der Klimapartner wird öffentlichkeitswirksam kommuniziert, z. B. über die Kanäle der Stadt (Website, Social Media, Pressearbeit) sowie durch weitere Presseformate und eigene Aktivitäten der Klimapartner. So wird gezeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg gemeinsam gelingen können.

Die Klimapartner Wirtschaft dienen als Vorbild für weitere Klimapartnerschaften der Stadt Bonn (z. B. im Bereich Wohnungswirtschaft) und arbeiten eng zusammen.

Mit diesem Steckbrief werden Vorschläge aus dem Klima-Aktionsplan von "Bonn4Future" aufgegriffen.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
  • Abschluss der ersten Klimapartnerschaften im Frühjahr 2025 und Juni 2025
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • Initiierung eines ersten Kooperationsprojekts zwischen Klimapartner-Unternehmen
  • Kooperation mit einem anderen Klimapartner-Projekt (Klimapakt-DD) initiieren
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
Hebung von Energieeinspar- und THG-Minderungspotenzialen bei den Bonner Unternehmen durch technische Maßnahmen sowie Verhaltensänderungen der Beschäftigten.
Zielgruppe(n)
  • Bonner Unternehmen (Fokus auf mittlere und große Unternehmen, ab ca. 50 Beschäftigte)
  • Öffentlichkeit / Bonner Bürger*innen / weitere Unternehmen aus Bonn und darüber hinaus
Indikatoren
  • Anzahl der Klimapartnerschaften (N)
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 240557 – Mitteilungsvorlage: Zwischenstand zur Umsetzung der von der Wirtschaftsförderung zu koordinierenden Projekte aus dem Klimaplan
DS 241042 – Beschlussvorlage: Überarbeitetes Projektkonzept zum Steckbrief 3.4.1.1 „Klimapartnerschaften mit Gewerbe und Industrie“ des Bonner Klimaplans
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Gebietsmanagement für Klimaschutz & -anpassung in Gewerbegebieten
Offensive für klimarelevante Ausbildungen und Fachbetriebe
Beratungs- und Informationsangebote für Unternehmen
Projektname: Nachhaltigkeitshub
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 10.000 10.000 10.485 10.800 11.124
Investiv (EUR)
Steckbrief 3.5.1. - Bonner Gebäude-Materialkataster Urban Mining

Steckbrief 3.5.1. - Bonner Gebäude-Materialkataster Urban Mining

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.5 Abfall- und Kreislaufwirtschaft
Laufzeit
Start (Jahr): 2026 Ende (Jahr): 2028
Beschreibung
Ein Gebäude-Materialkataster mit zugehörigem Materialpass erfasst detailliert Qualität, Herkunft und Lage verbauter Materialien und ermöglicht deren Rückgewinnung und Recycling im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Für Bonns öffentliche Gebäude wird ein solches Kataster aufgebaut und fortlaufend um Neubauten ergänzt. Mittelfristig soll es auf alle Wohn- und Nichtwohngebäude ausgeweitet werden.

Für die Umsetzung werden Fördermittel, etwa aus dem Programm Circular Economy – CircularCities.NRW, eingeworben, da städtische Mittel nicht ausreichen.
Meilensteine
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • Einführung Gebäude-Materialkataster (Beschlussvorlage)
  • Bestandsgebäude sind in das Materialkataster eingepflegt
  • Sämtliche Neubauten der Stadt Bonn fließen automatisch in das Kataster ein (Beschlussvorlage)
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
Mit einem Gebäude-Materialkataster wird eine Grundlage für die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft geschaffen, die zu einer deutlichen Steigerung der Wiederverwendung von Materialien und der Weiterverarbeitung heute verbauter Ressourcen führt. Dadurch werden auch die qualitativ hochwertige Wiederaufbereitung und der Einsatz von Recycling-Materialien gefördert.
Zielgruppe(n)
Öffentliche Gebäude, Verwaltungsgebäude und Gebäude der kommunalen Unternehmen in Bonn
Indikatoren
Noch nicht definiert, ggf. messbar anhand von:
  • t mineralischer Abfälle
  • Einsatz rezyklierter Baumaterialien
  • Anteil Weiterverwendung von Baumaterialien
  • Anteil sortenreine Materialien Neubau/Sanierung
  • Ggf. prozentualer Anteil Abriss (deckt sich mit t mineralischer Abfälle)
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 222006-84 – Änderungsanträge der Koalition: Zielbeschluss Bonner Klimaplan (Antrag zur Vorlage 222006)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Energieleitlinien: Weiterentwicklung bezüglich Bestandserhalt als strategischer Ansatz für nachhaltige Bauvorhaben
Strategie für klimaneutralen Gebäudebestand
Projektname:
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 200.000 200.000 100.000 100.000
Investiv (EUR)
Steckbrief 3.6.1. - Stärkung der örtlichen Landwirtschaft und Ernährung

Steckbrief 3.6.1. - Stärkung der örtlichen Landwirtschaft und Ernährung: Potenzialanalyse, Informationskampagne, Förderprogramm und neue Ernährungsräume

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
3 Wirtschaft 3.6 Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft
Laufzeit
Start (Jahr): 2025 Ende (Jahr): 2028
Beschreibung
Die Stadt Bonn fördert seit Jahren den Einsatz biologisch, lokal und regional erzeugter Lebensmittel. Aufbauend auf der Fair-Trade-Town-Kampagne (seit 2010) und der Mitgliedschaft im Bio-Städte-Netzwerk(seit 2019) wird eine Potenzialanalyse zur nachhaltigen Erzeugung, Verarbeitung und Nutzung landwirtschaftlicher Produkte in Bonn und der Region erstellt. Ergebnis ist eine Ernährungsstrategie mit Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zur Förderung regionaler und ökologischer Produkte.

Darauf aufbauend entsteht ein Umsetzungskonzept für einen gemeinwohlorientierten Foodhub mit Empfehlungen zu Standort, Partner:innen, Finanzierung und Dienstleistungen. Fördermöglichkeiten sowie rechtliche Rahmenbedingungen werden geprüft. Ergänzend werden kooperative Geschäftsmodelle (z. B. Genossenschaften, CSX, mitgliederbasierte Supermärkte) und eine Weiterentwicklung des Bonner Wochenmarkts als zentrale Vermarktungsplattform untersucht.

Im Rahmen des Umsetzungskonzeptes erfolgt die Prüfung eines Pilotbetriebes dezentraler Mikro-Hubs als Unterverteilung bzw. Abholpunkte des Foodhub in zwei bis drei Quartieren. Eine digitale Regionalplattform soll Produzent:innen, Foodhub, Wochenmärkte und Verbraucher:innen verknüpfen und Bedarfe der Gemeinschaftsverpflegung sowie BNE-Angebote abbilden.

Ergänzt wird der Steckbrief um eine finanzielle Förderung für die biologische und solidarische Landwirtschaft (z. B. Projektförderung für Ernährungsbildung, Anschubfinanzierung, Kooperationen mit Bildungseinrichtungen etc.). Eine feste Verwaltungsstelle sichert die Unterstützung dauerhaft. Formate bringen Produzent:innen regelmäßig „in die Stadt“.

Eine zielgruppenorientierte Multi-Channel-Kampagne informiert und aktiviert zur gesunden, regionalen und klimafreundlichen Ernährung. Sie baut auf der bestehenden Kampagne „bonn is(s)t gut“auf und verknüpft stadtweit sichtbare Formate mit alltagsnahen Aktionen im Stadtraum. Zur Reichweite werden Social-Media-Kanäle, Kooperationen mit Quartiersmanagement sowie mobile Aktionspunkte im Stadtgebiet genutzt.

Aufbauend auf den Zielsetzungen für die Gemeinschaftsverpflegung in Bonner Kitas, Schulen und Seniorenzentren (Vgl. DS 212329-03) werden in Zusammenarbeit mit dem Kantinenausschuss Standards für weitere städtische Einrichtungen erarbeitet, z. B. die Kantine im neuen Verwaltungsstandort Oberkasseler Straße 2 in Ramersdorf. Zudem wird die Vernetzung zwischen Akteuren der AHV und der Verwaltung gestärkt und die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen für eine regionale und klimaschonende Beschaffung unterstützt.

Bei städtischen Veranstaltungen und Bonner Märkten werden Standards zur Förderung regionaler und ökologisch erzeugter Produkte und für transparente Kennzeichnung erarbeitet und angewendet (Vgl. DS 222006-32 AA – Änderungsantrag: Koalitions-ÄA zu Vorhaben 3.6.1.1 Landwirtschaft und 6.3.1.1 ÖPNV, Zielbeschluss Bonner Klimaplan). Der Bonner Wochenmarkt wird als zentrale Plattform der regionalen Vermarktung festgeschrieben. Dies umfasst klare Regeln zum Mindestanteil saisonaler, regionaler und ökologischer Angebote, verbindliche Herkunftsangaben sowie eine transparente Kennzeichnung (z. B. 25 km lokal, 50 km regional, 100 km überregional).
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
  • Besetzung der Projektleitung
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
  • Potenzialanalyse
  • Förderrichtlinie
  • Standards städtische Einrichtungen
  • Standards städtische Veranstaltungen
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunktes
Steigerung der Nachfrage sowie des Angebots nachhaltig produzierter, klimaschonend und regional erzeugter Lebensmittel.
Zielgruppe(n)
Bonner Bürger*innen, Erzeuger*innen von Lebensmitteln in Stadt und Region, öffentliche Einrichtungen, Stadtverwaltung, Konzern Stadt Bonn, Bonner Schulen und Hochschulen
Indikatoren
  • Anteil biologisch bewirtschaftete Fläche an der Gesamtfläche, die von der Stadt verpachtet wird
  • Anteil der Marktstände mit regionalen und ökologischen Erzeugnissen
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 220540 – Mitteilungsvorlage: Klimaschutzbeirat – Aktuelle Empfehlungen (Ernährung/Landwirtschaft sowie Seilbahn) und Protokolle
DS 211529 – Mitteilungsvorlage: Ausschreibung Wochenmarkt Bonn
DS 1812770 – Beschlussvorlage: Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn
DS 1710400 NV4 – Beschlussvorlage: Mittagsverpflegung in Schulen und Kindergärten
DS 1813388 – Beschlussvorlage: Verpachtung städtischer landwirtschaftlicher Flächen – unter Einbeziehung des einstimmigen Beschlusses zur Biostadt Bonn (DS 1713674) sowie der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn (DS 1812770)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Außerschulische Klima- und Nachhaltigkeitsbildung
Projektname: Entwicklung neuer Bildungsformate zu den Themen „Wald & Klima“ und „Ernährung & Klima“, Biodiversitätsstrategie der Bundesstadt Bonn, Mitgliedschaft im Netzwerk der Biostädte, Bonner Nachhaltigkeitsstrategie, Bonn rundum nachhaltig
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR)
Investiv (EUR) 150.000 150.000

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