Handlungsfeld Kompensation Steckbriefe

Handlungsfeld Kompensation - Steckbriefe

Steckbrief 7.1.1. - Erstaufforstung Schleifenfelsweg

Steckbrief 7.1.1. - Erstaufforstung Schleifenfelsweg

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
7 Kompensation 7.1 Grüne Infrastruktur zur CO2-Bindung
Laufzeit
Start (Jahr): 2023 (Planung 2022) Ende (Jahr): 2027
Beschreibung
Das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft führte – in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Amt für Umwelt und Stadtgrün – im Rahmen einer ökologischen Aufwertungsmaßnahme die Erstaufforstung einer hauptsächlich durch Ackernutzung geprägten Offenlandfläche im Forstbetriebsbezirk (FBB) Hardt durch. Es handelt sich um eine Aufwertungsmaßnahme ohne rechtliche Verpflichtung (Bevorratung einer ökologischen Aufwertung) zur Aufnahme in ein Ökokonto bei der Stadt Bonn. Die Neuanlage von Wald dient neben der ökologischen Aufwertung der CO2-Bindung und stellt somit eine ideale Maßnahme zur CO2-Senkung im Rahmen des Klimaplans dar. Die Ackerfläche wurde zuvor auf Pachtbasis von einem örtlich ansässigen Landwirt bewirtschaftet, dessen Pachtvertrag ausgelaufen ist. Das bot die Chance, diese „Wespentaille“ im nördlichen Naturschutzgebiet Siebengebirge zu verbreitern und so den Biotopverbund zu stärken. Erste Pflanzungen wurden bereits im Frühjahr 2023 durchgeführt.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Erstaufforstung durchgeführt (Frühjahr 2023 und Frühjahr 2025)
– Erwerb von privaten Flächen durch die Stadt Bonn
– Ankauf der ersten drei Tranchen der auf der Maßnahmenfläche erzielten Ökopunkte durch die Stadt Bonn (zuletzt Dezember 2025)


Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs
– Erwerb der Ökopunkte der weiteren zwei (von insgesamt fünf) Tranchen in den Jahren 2026 und 2027
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Der entstehende naturnahe Laubmischwald sowie der Humusaufbau im Boden tragen zur natürlichen CO2-Bindung bei. Durch die Maßnahme werden daher Flächen ausgeweitet, die dauerhaft Kohlenstoff in Biomasse und Böden speichern.
Zielgruppe(n)
Bürger*innen der Stadt Bonn
Indikatoren
– Wald- und Grünfläche (ha)
– Natürliches Speicherpotenzial im Stadtgebiet (t CO2)
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 231692, Erwerb von Ökopunkten aus einer Aufforstungsmaßnahme am Schleifenfelsweg im NSG Siebengebirge
DS 220845-01, Aktueller Sachstand zum geplanten Erwerb von Ökopunkten aus einer zur ökologischen Aufwertung geeigneten Erstaufforstungsmaßnahme am Schleifenfelsweg in Bonn-Beuel
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
7.1.1.1 Potenzialstudie natürliche CO2-Senken (Arbeitsprogramm 2023-2025)
7.1.2 Umsetzung natürlicher CO₂-Senken in der Praxis

Projektname: :
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - - - - -
Investiv (EUR) 246.400 261.800 261.265
Steckbrief 7.1.2. - Umsetzung natürlicher CO₂-Senken in der Praxis

Steckbrief 7.1.2. - Umsetzung natürlicher CO₂-Senken in der Praxis

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
7 Kompensation 7.1 Grüne Infrastruktur zur CO2-Bindung
Laufzeit
Start (Jahr): 2026 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Zur Erreichung der Treibhausgasneutralität sollen neben der Emissionsreduktion gezielt natürliche CO₂-Senken im Bonner Stadtgebiet aktiviert werden. Aufbauend auf den Ergebnissen der Potenzialstudie „Natürliche C02-Senken im Bonner Stadtgebiet” (Steckbrief 7.1.1.1) werden konkrete Umsetzungsmaßnahmen entwickelt. Die Potentialstudie wird voraussichtlich im Mai 2026 abgeschlossen. Ein Ansatz könnte auf der Wiedervernässung von Staunässeböden im Kottenforst liegen, um die Kohlenstoffspeicherung im Waldboden zu steigern. Eine wissenschaftliche Arbeit könnte in universitärer Kooperation klären, welche Teilbereiche des Waldes sich ökologisch und hydrologisch für eine Wiedervernässung eignen, welche Mengen an Kohlenstoff dadurch langfristig gebunden werden können und welche weiteren Synergieeffekte – etwa auf die Biodiversität, den Wasserhaushalt oder die Waldgesundheit – zu erwarten sind.

Ein weiterer Ansatz sieht die Erhöhung der CO₂-Bindung durch Aufforstung mit speicherstarken Baumarten wie Rotbuche oder Eiche vor. Dafür sollen Potenzialflächen im Stadtwald sowie im Siedlungsbereich (z. B. Aufforstung Ennert-Sportplatz) genutzt werden. Auch agroforstliche Systeme und humusfördernde Landnutzung sollen zur Senkenbildung beitragen. Zusätzlich bieten städtische Grünflächen wie Parks, Friedhöfe und Kleingärten Potenzial zur CO₂-Bindung – etwa durch Mulchen, Dauerbegrünung oder die Pflanzung tiefwurzelnder Gehölze.
Meilensteine
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs
– Umsetzung der Aufforstung am Ennert Sportplatz
– Abstimmung mit der Uni Bonn (INRES) mit dem Ziel der Erarbeitung einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema ”Wiedervernässung des Kottenforstes”
– Kommunikation mit Landwirtschaft, Flächenbewirtschafter*innen und Eigentümer*innen und Abstimmung zu Maßnahmen die sich aus der Potentialstudie ergeben
– Mitteilungen an Politik und Öffentlichkeit über die geplanten Aktivitäten und Fortschritt sowie Erfolge der Maßnahmen und Beteiligung von Stakeholdern
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die Umsetzung natürlicher CO₂-Senken in der Praxis zahlt direkt auf den Erhalt und die Ausweitung von Flächen ein, die aufgrund ihrer Fähigkeit, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen und als Kohlenstoff in ihrer Biomasse zu speichern. Diese Maßnahme spielt daher eine zentrale Rolle bei der Reduzierung von CO2.
Zielgruppe(n)
Bundesstadt Bonn, Landesbetrieb Wald & Holz NRW, Landwirtschaft
Indikatoren
– Wald- und Grünfläche (ha, %)
– Versiegelung (ha; %)
– Dachbegrünung (m²; %)
– Natürliches Speicherpotenzial im Stadtgebiet (Tonnen CO2; %)
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
230704 Aufforstung des stillgelegten Ennert-Sportplatzes
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
7.1.1.1 Potenzialstudie „Natürliche C02-Senken im Bonner Stadtgebiet” (Arbeitsprogramm 2023-2025)
4.4.2. Kohlenstoff binden im urbanen Raum: Holz als nachhaltiger Baustoff

Projektname: : Schwammstadtkonzept, Klimaanpassungskonzept ¬
Kostenschätzung erst nach Finalisierung der Potentialstudie möglich (Anfang 2026) 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) s.o. s.o. s.o. s.o. s.o.
Investiv (EUR)
Steckbrief 7.2.1 - Kompensation nicht vermeidbarer THG-Emissionen durch Bonner Unternehmen

Steckbrief 7.2.1 - Kompensation nicht vermeidbarer THG-Emissionen durch Bonner Unternehmen

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
7 Kompensation 7.2 Kompensation auf Unternehmensebene
Laufzeit
Start (Jahr): 2027 Ende (Jahr): 2035 (dauerhaft)
Beschreibung
Ziel der Maßnahme ist es, Unternehmen über die Rolle und Wirkung von Kompensationsmaßnahmen für nicht vermeidbare THG-Emissionen aufzuklären. Die Stadt Bonn unterstützt insbesondere Unternehmen aus GHD und Industrie bei der Entwicklung glaubwürdiger Kompensationsstrategien, etwa durch technische Speicherung oder grüne Infrastruktur. Grundlage dafür ist eine belastbare Klimabilanz, die auch vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen berücksichtigt. Unternehmen sollen befähigt werden, sinnvolle Klimaschutzinvestitionen von reinem „Ablasshandel“ zu unterscheiden. Die Maßnahme bietet gezielte Hilfestellung bei der Bilanzierung und Bewertung von Kompensationsoptionen.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Steckbrief zurückgestellt bis 2027 (DS 222006-62)

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Pilotphase: bedienerfreundliches Tool zur Ermittlung der Unternehmens-CO2-Bilanzen mit hohem Anteil Bonn-spezifischer Daten (etwa spezifische Emissionsfaktoren für Energieträger und ÖPNV-Mobilität) ausfindig machen/auswählen/recherchieren/evaluieren.
– Suche nach geeigneten, regionalen und nachprüfbaren Projekten in Bonn oder der näheren Umgebung für die zu kompensierenden Emissionen, ggf. über Naturkapitalfonds und ergänzend auch in Partnerstädten der Stadt Bonn (Zusammenarbeit mit Amt 02).
– Förderung / Entwicklung örtlicher Kompensationsmaßnahmen (etwa die Wiedervernässung von Mooren im Umland durch den Naturkapitalfonds).
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die Unterstützung bei der Kompensation unvermeidbarer Treibhausgasemissionen zahlt direkt auf das Ziel des Handlungsschwerpunktes ein. Bonner Unternehmen wird durch Bilanzierung und Beratung Orientierung zu geben, welche Klimaschutz- und Kompensationsmaßnahmen sinnvoll sind. Im besten Fall erfolgt hierdurch eine Sensibilisierung und Motivation, vorrangig in eigene Klimaschutzmaßnahmen und entlang der eigenen Wertschöpfungskette zu investieren.
Zielgruppe(n)
In Bonn ansässige und/oder aktive Unternehmen aus den Bereichen GHD und Industrie
Indikatoren
– Technisch abgeschiedene Treibhausgase
– Natürliche THG-Kompensation
– Regionale Kompensationsmaßnahmen durch Unternehmen
– Erreichte Unternehmen in Informations- und Workshopformaten
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 222006-62 - Änderungsantrag der Koalition - Zielbeschluss Bonner Klimaplan Antrag zur Vorlage 222006, hier: Kompensation nicht vermeidbarer THG-Emissionen durch Bonner Unternehmen (Steckbrief zurückgestellt bis Fortschreibung)
DS 240557 - Zwischenstand zur Umsetzung der von der Wirtschaftsförderung zu koordinierenden Projekten aus dem Klimaplan
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
7.1.3 Naturkapitalfonds zur Mobilisierung privater Mittel und Flächen für Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität
1.1.7 Bonn als Vorreiter- und Modellstadt auf dem Weg zur Klimaneutralität durch internationale Vernetzung und Zusammenarbeit

Projektname: CARMEN (Forschungsprojekt MVA Bonn)
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - - 30.000 30.000 30.000
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 7.3.1 - Potenzialstudie technische Kompensation und Speicherung

Steckbrief 7.3.1 - Potenzialstudie technische Kompensation und Speicherung

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
7 Kompensation 7.3 Technische Systeme - CO2-Kompensation und Speicherung
Laufzeit
Start (Jahr): 2026 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Ziel ist die Identifikation und Bewertung technischer Optionen zur Kompensation unvermeidbarer Treibhausgasemissionen. Im Fokus stehen Verfahren zur Erzeugung sogenannter „Negativer Emissionen“, bei denen CO₂ aktiv aus der Atmosphäre entfernt und dauerhaft gespeichert wird (Carbon Dioxide Removal, CDR). Dazu zählen Technologien wie Biomasse mit CCS (BECCS), Direct Air Capture and Storage (DACCS) sowie die stoffliche Bindung von CO₂ in nachhaltigen Materialien. Wesentlich ist die Bewertung der Akzeptanz, die technischen Verfügbarkeit und der Permanenz der Speicherung. Bei der Auswahl der Kriterien sind unterschiedliche Akteure einzubeziehen.

Ein weiterer Bestandteil der Maßnahme ist die Definition und Quantifizierung unvermeidbarer Emissionen der Stadt Bonn. Dies umfasst die systematische Analyse sektoraler Emissionsquellen, die unter Berücksichtigung der politischen Rahmenbedingungen als unvermeidbar gelten. Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für die Abgrenzung des Kompensationsbedarfs zu schaffen.

Die Maßnahme umfasst die Entwicklung eines fundierten Studiendesigns sowie die Ausschreibung und Vergabe einer Potenzialstudie. Ziel ist es, belastbare Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz geeigneter Kompensations- und Speichertechnologien zu schaffen. Die Maßnahme wird kommunikativ begleitet, um Transparenz und Akzeptanz bei allen relevanten Stakeholdern sicherzustellen.

Meilensteine
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Studiendesign entwickeln und schärfen
– Ausschreibung und Vergabe einer Potenzialstudie
– Stadtkonzern-interne AG-Treffen zur Begleitung der Potenzialstudie
– Stakeholder Beteiligung
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die Maßnahme zahlt direkt auf das Ziel ein, technische Potenziale zur CO2-Kompensation und Speicherung zu identifizieren und legt damit den Grundstein, diese anschließend schrittweise zu erschließen.
Zielgruppe(n)
Bundesstadt Bonn
Indikatoren
– Technisch abgeschiedene Treibhausgase
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
-
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:


Projektname: CARMEN (SWB)
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - - 120.000 - -
Investiv (EUR) - - - - -

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