Handlungsfeld Governance Steckbriefe

Handlungsfeld Governance - Steckbriefe (Stand November 2025)

Steckbrief 1.1.1 – Prozess- und Projektsteuerung im Klimaschutz

Steckbrief 1.1.1 – Prozess- und Projektsteuerung im Klimaschutz

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): laufend Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Stadtverwaltung Bonn etabliert ein umfassendes Steuerungs- und Monitoringsystem für Prozesse und Projekte zur Erreichung der Klimaneutralität. Ziel ist eine transparente, effiziente und zielgerichtete Umsetzung des Bonner Klimaplans.

Dazu gehören Verwaltungsprozesse, die die Klimarelevanz von Beschlüssen systematisch berücksichtigen und entsprechende Vorhaben priorisieren. Zentrales Instrument ist die Projektportfoliosteuerung, die mithilfe der Software Sciforma in der Verwaltung implementiert wurde. Damit wird das Projektportfolio des Klimaplans übersichtlich koordiniert und gesteuert. Der Lenkungsausschuss Klima fungiert als verwaltungsseitiges Steuerungsgremium, priorisiert Projekte und steuert bei Zielabweichungen nach. Das Portfolio bildet zugleich die Grundlage für die transparente externe Berichterstattung.

Die Aktivitäten dieses Steckbriefs sind eng mit der Entwicklung von Wirkungsindikatoren und der regelmäßigen Klimaplanberichterstattung (Steckbrief 1.1.2.5) verknüpft. Die Programmsteuerung im Handlungsfeld Governance bildet die zentrale Koordinierungseinheit innerhalb der Verwaltung und sorgt für Orientierung und Verbindlichkeit in den kommunalen Strukturen. Dies ist auch für Investitionsentscheidungen der städtischen Tochtergesellschaften wesentlich.

Der Klimaplan und das Arbeitsprogramm Klimaschutz werden regelmäßig fortgeschrieben – einschließlich Zielpfaden, Personal- und Ressourcenplanung – unter Einbeziehung aller relevanten Akteure innerhalb und außerhalb der Verwaltung. Die einzelnen Maßnahmen werden laufend und über ihre Umsetzungsbeschlüsse fortgeschrieben. Eine Gesamtfortschreibung inkl. wissenschaftlicher Begleitung sollte erneut im Jahr 2029 erfolgen.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Aufnahme aller Projekte in das digitale Projektportfolio Klimaschutz als Basis zur Steuerung der Klimaplan-Steckbriefe.
– Start des Statusberichtsprozesses mit Auswertung und erstem Portfoliobericht an den Lenkungsausschuss Klima.
– Veröffentlichung und Weiterentwicklung der Jahresberichte 2023 und 2024 zu Aktivitäten und Fortschritten des Klimaplans.

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Halbjährliche Statusabfrage aller Projekte mit Auswertung und Portfoliobericht inkl. Entscheidungsbedarfen.
– Automatisierung und Optimierung des Projektportfolios und der Jahresberichterstattung.
– Prüfung der Anbindung des Portfoliostatus an den Klimakompass, um öffentliche Transparenz zu schaffen.
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Der Steckbrief sichert und fördert die zügige Umsetzung des Klimaplans durch kontinuierliche Beobachtung, Bewertung und Steuerung der Maßnahmen.
Zielgruppe(n)
Stadtverwaltung
Indikatoren
– Anzahl Projekte im Portfolio Klimaplan
– Transparenz über Projektstatus der Klimaplanprojekte
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
252660 Bonner Klimaplan 2035: Jahresbericht 2 (2024)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
1.1.2 Monitoring, Controlling und Reporting des Klimaplans auf Basis von Wirkungsindikatoren
1.1.8 Bonner Klimabefragung
1.2.1 Programm klimaneutraler Konzern inkl. klimaneutrale Stadtverwaltung
1.3.1 Mitwirkung am gesamtstädtischen Transformationsprozess
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - - - - 50.000 (einmalig für die Fortschreibung)
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.1.2 – Monitoring, Controlling und Reporting des Klimaplans

Steckbrief 1.1.2 – Monitoring, Controlling und Reporting des Klimaplans auf Basis von Wirkungsindikatoren

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): 2023 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Der Steckbrief zielt darauf, auf Basis von Wirkungsindikatoren ein transparentes Monitoring- und Reportingsystem zu entwickeln, das ein zielgerichtetes Controlling des Klimaplans ermöglicht. Dafür werden Zielkorridore festgelegt, indem übergeordnete und teilbezogene Klimaschutzziele präzise auf gesamtstädtischer und handlungsfeldbezogener Ebene formuliert werden.

Der Fortschritt zur Klimaneutralität wird durch ein passgenaues System von Indikatoren und Kennwerten beobachtet, die nach Relevanz und Verfügbarkeit ausgewählt und über ein öffentlich zugängliches Klima-Dashboard dargestellt werden. Das Monitoring des kommunalen Wärmeplans und seiner Maßnahmen wird integriert und bildet die Grundlage für dessen Fortschreibung nach § 25 WPG (5.2.1).

Die Wirkung wird regelmäßig geprüft, indem Indikatoren mit den Ziel- und Reduktionspfaden abgeglichen werden. So lassen sich wichtige Erkenntnisse für die Steuerung ableiten. Ein automatisiertes Reporting über das Dashboard ermöglicht eine kontinuierliche Beobachtung der Zielerreichung. Ergänzend werden das Kartenwerk der Wärmeplanung und die Flächenanalyse für Erneuerbare-Energien-Anlagen in einen Bonner Online-Wärme-Atlas integriert.

Ein jährlicher Monitoringbericht stellt Aktivitäten und Fortschritte dar. Ab 2027 umfasst der Steckbrief die Lizenzgebühren für den Klimaschutz-Planer; zudem wird der Einsatz von KI für das Monitoring geprüft und bei Eignung der Politik zur Entscheidung vorgelegt.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Der Bonner Klimakompass ist online und bildet die Grundlage für die technische Integration des Klimaschutzmonitorings – inklusive Veröffentlichung der jährlichen BISKO-Bilanz und Reduktionspfade.
– Ein Set an Wirkungsindikatoren für alle Handlungsfelder wurde entwickelt und für Energie, Mobilität und Gebäude veröffentlicht.
– Der jährliche Klimaplan-Statusbericht (Jahresbericht) wurde etabliert.

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Integration weiterer Wirkungsindikatoren aller Handlungsfelder sowie Kartendarstellungen des kommunalen Wärmeplans in das Dashboard.
– Optimierung des Klimakompasses für mobile Endgeräte.
– Der Klimaplan-Jahresbericht basiert künftig neben Tätigkeitsbeschreibung und Projektportfolio auch auf Wirkungsindikatoren und dem Grad der Zielerreichung.
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die jährliche BISKO-Bilanz und regelmäßig aktualisierte Wirkungsindikatoren machen Umsetzungserfolge transparent und ermöglichen eine Erfolgskontrolle beim Fortschritt zu den Klimazielen.

Die Fortschritte der Bonner Klimaschutzmaßnahmen werden für Politik und Stadtgesellschaft über ein Dashboard nachvollziehbar dargestellt und durch Presse-, Öffentlichkeitsarbeit sowie einen jährlichen Bericht kommuniziert.

Die Verwaltung wirkt als Vorbild, indem sie transparent arbeitet und die Wirkung ihrer zielorientierten Maßnahmen sichtbar macht.
Zielgruppe(n)
In Bonn: Stadtverwaltung, Politik, Stadtgesellschaft, Medien
In zweiter Instanz: andere Kommunen, Wissenschaft
Indikatoren
-
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 252367 – Mitteilungsvorlage Energie- und Treibhausgasbilanz Bonn - Fortschreibung 2022
DS 252660 – Mitteilungsvorlage Bonner Klimaplan 2035: Jahresbericht 2 (2024)
DS 252604 Beschluss Wärmeplan (darin Anhang 5 Umsetzungsstrategie, Maßnahme D-6-01)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Projektname: Urban Data Plattform der Stadt Bonn
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 27.000 27.000 17.450 17.914 18.391
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.1.3 – Qualifizierungsprogramm Klimaschutz

Steckbrief 1.1.3 – Qualifizierungsprogramm Klimaschutz

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): 2026 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Ausgangssituation:
Mit dem Klimaplan und dem kommunalen Wärmeplan kommen neue Aufgaben auf die Verwaltung zu, und bestehende Aufgaben verändern sich – etwa durch zusätzliche Planungsanforderungen, neue Abwägungsprozesse oder die aktive Akquise potenzieller Energieversorger. Rechtliche, planerische und technische Rahmenbedingungen entwickeln sich stetig weiter. Besonders in energiewirtschaftlichen und -rechtlichen Fragen besteht laut Fachämtern erheblicher Qualifizierungsbedarf. Da die Transformation zur klimaneutralen Stadt auch Fragen sozialer Gerechtigkeit aufwirft, müssen Fachämter Maßnahmen so ausgestalten, dass Akzeptanz gefördert und soziale Härten vermieden werden. Auch hierfür ist gezielter Wissensaufbau erforderlich.

Für das Ziel einer klimaneutralen Verwaltung ist es notwendig, dass Mitarbeitende es mittragen und ihren Beitrag kennen. Klimaneutralität als Leitbild und Möglichkeiten klimafreundlichen Verwaltungshandelns sind bisher – insbesondere neuen Mitarbeitenden, Auszubildenden und Führungskräften – noch nicht ausreichend vertraut. Leitungen verfügen über Grundwissen, benötigen aber teils zusätzliche Umsetzungskompetenz.

Um diese Bedarfe zu decken, umfasst der Steckbrief zwei Teilprojekte:

Aufbau von Fachexpertise
Fehlendes Wissen für die Umsetzung des Klimaplans wird identifiziert und bedarfsorientiert aufgebaut – z. B. zu Energiewende, technischem und rechtlichem Know-how, Transformationswissen, Stadtentwicklung oder sozialer Gerechtigkeit. Schwerpunkte liegen auf rechtlich notwendigen und aufgabenspezifischen Fortbildungen. Da Fachwissen teils vorhanden, aber nicht verfügbar ist, werden Wissensaustausch und -sicherung über zentrale Plattformen, Partner- oder Mentoringprogramme und themenbezogene Workshops gefördert. Bestehende Kanäle wie DrupalWiki oder das KlimaTisch-Netzwerk sind vorrangig zu nutzen. Eine jährliche Bedarfsabfrage in den Fachämtern kann Fortbildungsnotwendigkeiten ermitteln und Angebote ableiten.

Angebotsorientierte Schulungen
Breit angelegte Schulungen vermitteln Grundlagen zu Klimaschutz, klimafreundlichem Verwaltungshandeln und Klimaschutz als Teil der Konzernkultur. Sie orientieren sich an Prinzipien transformativer Bildung und am Bonner Verwaltungsalltag. Für Azubis und neue Mitarbeitende wird geprüft, wie entsprechende Schulungen ins Onboarding bzw. in die Ausbildung integriert werden können. Mögliche Themen sind ressourcenschonendes Arbeiten, nachhaltiges Veranstaltungsmanagement und klimafreundliche Mobilität.
Meilensteine
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:

Projekt 1: Aufbau von Fachexpertise
1. Bestands- und Bedarfsermittlung im Austausch mit den Ämtern
2. Wissensmanagement und Transfer zwischen Fachämtern fördern
3. Definition von Anforderungen an Fachfort- und Weiterbildungen
4. Anbieter-Recherche (für Inhouse, aber auch externe Veranstaltungen)
5. Vergabe, Durchführung, Auswertung
Beispiele für bereits bekannte Bedarfe: Im Bereich der Strom- und Wärmewende ist bspw. die folgende Expertise aufzubauen sind u.a. Technologien für die Energiewende, z. B. Photovoltaik, Windenergieanlagen, Solarthermie, Geothermie, Großwärmepumpen, Speicher rechtlichen Rahmenbedingungen, z.B. EEG, EnWG, WPG, GEG, AVB-FernwärmeV, Umsetzung RED III und EU-Gasbinnenmarktrichtlinie in deutsches Recht .

Projekt 2: Angebotsorientierte Schulungen
– Konzeptentwicklung für Schulungen (inhouse), Anbieter-Recherche, Vergabe, Durchführung, Auswertung
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Fort- und Weiterbildungen vermitteln das nötige Know-how zur Umsetzung der Klimaplan-Maßnahmen und verankern Klimaschutz – etwa durch Schulungen für Azubis und neue Mitarbeitende – als festen Bestandteil des Verwaltungshandelns. Gezielte Personalentwicklung im Klimaschutz stärkt zugleich die Arbeitgeberattraktivität und sichert Fachkräfte.
Zielgruppe(n)
Mitarbeitende der Verwaltung:

– Aufbau von Fachexpertise insbesondere für Klimaplan-Mitarbeitende sowie Planungs- und Genehmigungsbehörden, soweit mit Klimaschutz-relevanten Fragen befasst
– Angebotsorientierte Schulungen insbesondere für Auszubildende, Führungskräfte, neue Mitarbeitende, interessierte Mitarbeitende
Indikatoren
Bewertung der Fortbildungen; ggf. Befragungen der Amtsleitungen: „Steht im Amt die notwendige Expertise zur Verfügung, um Aufgaben im Bereich Klimaschutz / Wärmeplan zu erfüllen?“; allgemeines Wissen zu Klimaschutz in den Fachämtern.
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 252604 Beschluss Wärmeplan (darin Anhang 5 Umsetzungsstrategie)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
– Klimaneutraler Konzern
– 1.2.2 Verwaltungsinterne Kommunikation und Vernetzung
– 5.2.4 Kapazitätsaufbau und Digitalisierung in Planungs- und Genehmigungsbehörden
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - 35.000 25.000 20.000 -
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.1.4 – Fördermittelmanagement – Koordination der Akquisetätigkeiten

Steckbrief 1.1.4 – Fördermittelmanagement – Koordination der Akquisetätigkeiten

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): laufend Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Aktivität zielt darauf ab, die nationale und EU-weite Förderlandschaft zur Umsetzung von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen systematisch zu erfassen und geeignete Förderprogramme vor dem Hintergrund des Klima-Portfolios der Stadt Bonn zu sondieren.

Das Fördermittelmanagement erfasst die Rahmenbedingungen zur Fördermittelbeantragung und unterstützt die Dezernate und Ämter bei der Beantragung von Fördermitteln (z. B. durch Zusammenfassungen, Word-Templates, Kostensätze).

Die Software fömi.kommunal der Firma Robotron soll in allen Ämtern genutzt werden, sodass die Einträge regelmäßige Auswertungen zum aktuellen Stand und Änderungen in Fördermöglichkeiten, -anträgen, -absagen und -bewilligungen pro Handlungsbereich erlauben.

Die Verantwortung der ordnungsgemäßen Umsetzung liegt bei den beantragenden Stellen.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Einführung einer Software für Fördermittelmanagement (Abschlusspräsentation im LADT am 15. Juli 2025)
– Durchführung von Fördermittelwerkstätten (letzte Werkstatt am 17. Juli; darauffolgende Fördermittelwerkstatt ist in Vorbereitung)
– Bislang haben fünf Fördermittelwerkstätten stattgefunden.

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Teilnahme und Präsentation zum aktuellen Stand der eingeworbenen Fördermittel innerhalb des Klimaplans bei den Klima-Tischen
– Regelmäßige Berichterstattung im Intranet zum Fördergeschehen (innerhalb und außerhalb des Klimaplans) in Bezug auf den Klimaplan
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die Umsetzung der städtischen Aktivitäten des Klimaplans kann nicht allein mit städtischen Haushaltsmitteln finanziert werden. Die systematische Akquise von Fördermitteln bzw. Förderkrediten ist Voraussetzung, um kommunale Projekte der Daseinsvorsorge stemmen zu können oder um Wirtschaftlichkeitslücken bei investiven Projekten zu schließen.
Zielgruppe(n)
Da die Stadtförderung für die Unterstützung der Fachämter bei der Akquirierung von Fördermitteln zuständig ist, liegt der Fokus auf internen Akteuren. In begründeten Fällen werden auch externe Akteure (z. B. BEA) unterstützt.
Indikatoren
– Zugesagte Fördermittel für die einzelnen Maßnahmen und Projekte in EUR, im Verhältnis zum städtischen Haushalt
– Anteil der Steckbriefe, die Fördermittel beantragt bzw. zugesagt bekommen haben (in %)
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 220580 - Beschlussvorlage: Einleitung des Vergabeverfahrens – Ausschreibung/Vergabe/Beauftragung einer Software für das Fördermittelmanagement
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
– 1.1.2.4 Steuerung des Klimaschutzprozesses

Projektname: potenziell alle Klimaplanprojekte, für die Förderung eingeworben werden kann
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - - - - -
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.1.5 – Green Bonds

Steckbrief 1.1.5 – Green Bonds

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): 2025 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Finanzierung kommunaler Investitionsmaßnahmen stellt für die Stadt Bonn aufgrund des ansteigenden Volumens eine wachsende Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund möchte die Verwaltung den Einsatz sogenannter Green/Social Bonds als ergänzendes Finanzierungsinstrument zu Kommunaldarlehen einsetzen. Green/Social Bonds sind Anleihen oder Schuldscheindarlehen, deren Mittel zweckgebunden in die Finanzierung von nachhaltigen Projekten mit positiven Klima- und Umwelt- bzw. sozialen Auswirkungen fließen.

Die Verwaltung arbeitet daran, dass Bonn 2026 erstmals einen grünen Schuldschein am Kapitalmarkt platziert (DS 253381 und DS 253381-01 ST ). Um den nachhaltigen Charakter der Investitionsmaßnahmen und die damit verbundenen Ziele zu bestätigen, ist eine externe Zertifizierung notwendig. Ziel ist es, vor allem neue Investoren zu erschließen und mit einem gestärkten Nachhaltigkeitsprofil attraktive Konditionen am Kapitalmarkt zu erhalten. Angestrebt wird ein Volumen von rund 100 bis 150 Millionen Euro.

Für die Unterstützung der Platzierung am Kapitalmarkt, beim Rahmenwerk sowie der Bestätigung der Nachhaltigkeit der zu finanzierenden Projekte durch eine federführende Bank oder ein Bankenkonsortium fallen vorab Kosten in Höhe von rund mindestens 120 000 € – maximal 320 000 € an. Diese zusätzlichen Kosten werden über den Zinsvorteil gegenüber einem herkömmlichen Schuldschein kompensiert.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Die Verwaltung hat die Voraussetzungen alternativer Finanzierungen sowie deren Vor- und Nachteile geprüft (DS 253381 und DS 253381-01 ST).

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– In Abstimmung mit den Stadtwerken, der Städtischen Gebäudewirtschaft und weiteren Dienststellen bereitet die Verwaltung die Emission eines Green/Social Bond als Pilot in Form eines Schuldscheindarlehens vor. Geplant sind:
– Vorbereitende Gespräche mit potenziellen Konsortialbanken und Investoren sowie Durchführung einer Markterkundung auch in Bezug auf die Beauftragung eines externen Dienstleisters zur Bestätigung der Nachhaltigkeit.
– Entwicklung einer geeigneten Verdingungsunterlage für die Konsortialbank sowie Bestätigung der Nachhaltigkeit durch eine Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft.
– Entwicklung eines geeigneten rechtlichen und organisatorischen Rahmens (Rahmenwerk) für die Emission.
– Prüfung geeigneter Prozesse für die Auflegung eines Green/Social Bond sowie Projekte zur Refinanzierung.
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Green Bonds bieten Kommunen die Möglichkeit, neue Investorenkreise zu erschließen sowie strategische Nachhaltigkeitsziele mit innovativen Finanzierungswegen zu verbinden. In den letzten Jahren haben bereits Städte wie Hannover, München, Münster und Köln diesen Weg beschritten.
Zielgruppe(n)
Indikatoren
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 253381 und DS 253381-01 ST – Mitteilungsvorlagen zur Untersuchung alternativer Finanzierungsinstrumente zur Finanzierung nachhaltiger Projekte – Green/Social Bond
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 120 000 320 000 10 000 – Kosten für die Zahlstelle (in Abhängigkeit der Tranchen) 10 000 – Kosten für die Zahlstelle (in Abhängigkeit der Tranchen) 10 000 – Kosten für die Zahlstelle (in Abhängigkeit der Tranchen)
Investiv (EUR)
Steckbrief 1.1.6 – Kommunikationsstrategie Klimaplan

Steckbrief 1.1.6 – Kommunikationsstrategie Klimaplan

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): 2023 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Eine wirkungsvolle Kommunikation ist entscheidend für das Gelingen des Klimaschutzes. Sie schafft Bewusstsein, vermittelt Orientierung und aktiviert Akteur*innen, gemeinsam auf das Ziel der Klimaneutralität hinzuarbeiten.

Die Kommunikationsstrategie verfolgt zwei Ziele: Erstens die Rahmenkommunikation zum Klimaneutralitätsziel, zur Strategie und zum Stand der Umsetzung, um Akteur*innen gezielt zu informieren, zu motivieren und zu aktivieren. Zweitens die abgestimmte Kommunikation einzelner Klimaplanprojekte durch die jeweils zuständigen Stellen der Verwaltung.

In den vergangenen drei Jahren wurde eine modulare Kommunikationsstrategie entwickelt und in verschiedenen Formaten umgesetzt. Künftig sollen neue Angebote entstehen, um zusätzliche Zielgruppen zu erreichen. Die Kooperation mit bestehenden Angeboten und weiteren Akteuren wird ausgebaut, um Synergien mit anderen Klimaplanaktivitäten zu nutzen.

Ein geplantes Projekt ist der Aufbau einer digitalen „Pinnwand der Inspiration“, die gute Beispiele aus der Stadtgesellschaft sichtbar macht. Dabei ergeben sich Verknüpfungen mit bestehenden Maßnahmen wie Klima-Preis, Klimaviertel, Nachhaltigkeitshub und Kulturstrategie. Die Kommunikation von Erfolgen, guten Beispielen und dem Mehrwert von Klimaschutz war ein zentrales Anliegen aus der Bürgerbeteiligung – etwa im Zukunftsforum, der Fokusgruppe Klimabefragung und bei Bonn4Future.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Kommunikationsstrategie als Baukasten für einzelne Kommunikationsvorhaben entwickelt
– Grafische Grundlage für die Kommunikation aller Klimaschutz- und Klimaanpassungsthemen auf Basis des bestehenden SDG-Designs erstellt.
– Realisierung verschiedener Formate/Produkte der Rahmenkommunikation, insbesondere – zentrale Informationsplattform auf bonn.de rund ums Klima (in elf Sprachen verfügbar)
– Video und Broschüre zum Klimaplan (Broschüre in fünf Sprachen)
– praxisorientierte VHS-Reihe zum Klimaplan mit Kooperationspartnern der Stadtgesellschaft
– modulare Ausstellung zum Klimaplan, die an verschiedenen Orten der Stadt gezeigt und von Begleitprogramm flankiert wird
– Klima-Preis: Auszeichnung erfolgreicher Gruppenprojekte zum Klimaschutz in Bonn

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Verstetigung und Weiterentwicklung bereits realisierter Maßnahmen
– Prüfung weiterer Kommunikationskanäle entsprechend den Ideen der Bürger*innenbeteiligung, z.B. WhatsApp-Kanal, Informationen vor Ort im Stadtbild (Baustellen, Straßen, Plätze), die Kooperation mit Influencern oder Multiplikatoren im Quartier
– internes Beratungsangebot zur Projektkommunikation einzelner Vorhaben
– Aufbau einer strategischen Auswertung der Kommunikationsarbeit und steigende Zugriffszahlen
– bei positiver Prüfung: Realisierung Pinnwand der Inspiration
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Unterschiedliche Formate und Kanäle – teils mehrsprachig – ermöglichen eine breite, transparente und niedrigschwellige Information. Veranstaltungen bieten Austausch- und Mitmachmöglichkeiten. Positive Beispiele aus der Stadtgesellschaft (z. B. VHS-Reihe, Klima-Preis) stärken Motivation und Identifikation. Innerhalb der Verwaltung fördern Wissensaustausch, Beratung und Vernetzung eine konsistente Klimaplan-Kommunikation.
Zielgruppe(n)
Adressiert werden bisher Erwachsene in Bonn und der Region sowie Verwaltungsmitarbeitende mit Klimakommunikationsaufgaben.
Formate der Rahmenkommunikation richten sich an breite Bevölkerungsgruppen. Zielgruppen werden projekt- und angebotsbezogen identifiziert. Künftig sollen weitere bisher unerschlossene Zielgruppen erschlossen werden.
Indikatoren
– Bekanntheit von Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Bonn
– Nutzungsverhalten der städtischen Informationskanäle zum Klima
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 240469 – Klimaplan: Bericht Umsetzungsstand Kommunikationsstrategie (April 2024)
DS 253091 – Fortführung Bonner Klima-Preis 2026ff
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
alle
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 105.000 105.000 139.050 143.222 147.519
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.1.7 – Bonn als Vorreiter- und Modellstadt auf dem Weg zur Klimaneutralität durch internationale Vernetzung und Zusammenarbeit

Steckbrief 1.1.7 – Bonn als Vorreiter- und Modellstadt auf dem Weg zur Klimaneutralität durch internationale Vernetzung und Zusammenarbeit

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): laufend Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Stadt Bonn engagiert sich seit vielen Jahren als UN-Standort aktiv in nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsnetzwerken wie dem Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE), ICLEI Städte für Nachhaltigkeit, dem Klimabündnis, Eurocities und dem UNESCO Global Network of Learning Cities. Ziel ist der Austausch zu Best-Practice-Beispielen und die gemeinsame Entwicklung von Lösungen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Internationale Projekte und Partnerschaften dienen der Sichtbarmachung eigener Erfolge und der Stärkung der Vernetzung. Auch lokale Fachnetzwerke wie die Bonn Climate Group fördern den Dialog zwischen UN-Organisationen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ergänzend besteht die Möglichkeit, für die internationale Vernetzung und begleitende Klimaschutzmaßnahmen Fördermöglichkeiten – insbesondere aus EU-Fördertöpfen wie Horizon Europe oder dem EU-Innovationsfonds – aktiv zu nutzen
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Empfehlungen des RNE an die neue Bundesregierung
– Empfehlungen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Kommunen „Handlungsfähig. Kooperativ. Für alle.“ des RNE
– Vorstellung der Mitwirkungsverfahrens Bonn4Future und des Konzepts der Klimaviertel in der Webinar-Reihe des UNESCO Institute of Lifelong Learning
– Beschluss des Städtetags zu CHAMP und damit Start einer Initiative, mit der Städteverbände weltweit mit ihren Regierungen zu CHAMP kooperieren wollen und auf die Aufnahme lokaler Klimaleistungen in nationale Klimaziele drängen. (CHAMP Initiative (COP 28, Dubai), unterzeichnet von 78 Staaten, zur politischen Mehrebenenkooperation im ambitionierten Klimaschutz) )

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Kommunikation von erfolgreichen Maßnahmen und Projekten aus Bonn in die nationalen und internationalen Netzwerke
– Präsentation des Bonner Klimaengagements in internationalen Foren wie Daring Cities, World Urban Forum, High Level Political Forum und insbesondere im Kontext der jährlichen Klimaverhandlungen in Bonn
– Aktive Beteiligung an internationalen Fachnetzwerken wie Climate Forum von Eurocities
– Austausch und Präsentation des Bonner Klimaengagements mit internationalen Fachdelegationen
– Berichterstattung über das Bonner Klimaengagement im internationalen Newsletter
– Gemeinsame Entwicklung von Projekten zu Klimaneutralität und Klimaresilienz mit den Bonner Partnerstädten
– Einwerbung von Umsetzungsmitteln zur Durchführung von entsprechenden Partnerschaftsprojekten
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die Stadt Bonn kann durch aktive Zusammenarbeit mit Institutionen, Netzwerken und Organisationen Zugänge und Advocacy-Kanäle nutzen, um ihr Profil zu stärken, eigene Erfolge sichtbar zu machen, Handlungs- und Unterstützungsbedarfe in die Politikgestaltung einzubringen und starke kommunale Akteursbündnisse bilden und so den eigenen Handlungsrahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität erweitern.
Zielgruppe(n)
Intern:
Fachämter präsentieren ihre Erfahrungen international und lernen durch den Austausch neue Umsetzungslösungen kennen. Sie gewinnen dabei wichtige fachliche Netzwerkkontakte außerhalb von Bonn und teils auf anderen Regierungsebenen bzw. in Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Extern:
Nationale und internationale Nachhaltigkeits- und Klimaschutzinitiativen sowie Netzwerke, z. B. LAG 21 NRW, Dialog Nachhaltige Stadt NRW, Rat für nachhaltige Entwicklung, Deutscher Städtetag, ICLEI Städte für Nachhaltigkeit, Klimabündnis, Eurocities, UNESCO Learning Cities Netzwerk sowie fachliche Themennetzwerke mit interdisziplinären Akteuren aus mehreren Ebenen und Sektoren.
Indikatoren
Engagement für Klimaschutz / Klimaschonendes Verhalten / Einstellung zu Klimaschutz (sachlich)
– Anzahl der Präsentationen in internationalen Netzwerken/bei internationalen Konferenzen / Jahr sowie Fachaustausche mit int. Besucherdelegationen / anderen Städten
– Messbare Nebeneffekte von Inputs und Netzwerkbeteiligungen, wie neue Netzwerkkontakte, Beteiligung an neuen Initiativen
– Anzahl Veranstaltungen zum Thema (z.B. UN Tag, VHS-Reihe, Rathausveranstaltungen)
– Anzahl Anfragen externer Gremien und Medien sowie Newsletterberichte u.a. int. Berichterstattung zum Bonner Klimaengagement
– Umgesetzte Projektmaßnahmen mit Partnerstädten und deren Beitrag zu klimaschonendem Verhalten und Kompensation in Partnerstädten
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
Zukunftskonzept Internationaler Politikstandort Bonn (PDF)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
Steckbrief 7.2.1 – Kompensation auf Unternehmensebene
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - - - - -
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.1.8 – Bonner Klimabefragung

Steckbrief 1.1.8 – Bonner Klimabefragung

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): laufend Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Bonner Klimabefragung ermittelt regelmäßig Einstellungen, Bedarfe und Hürden der Bonner*innen beim Klimaschutz und ermittelt die Wirkung städtischer Maßnahmen, um den Klimaplan gezielt weiterzuentwickeln.

Nach der ersten Befragung 2024/25, die eine Basis („0-Befragung“) geschaffen hat, gegenüber derer zukünftige Entwicklungen gemessen werden können, soll die Klimabefragung regelmäßig (ca. alle zwei Jahre) in Kooperation mit einer geeigneten wissenschaftlichen Einrichtung wiederholt werden.

Zentrales Format ist eine schriftliche Befragung (digital/postalisch). Diese soll die Breite der Bonner Gesellschaft möglichst gut abbilden. Zugangsbarrieren sollen so gering wie möglich gehalten werden. Inhaltlich sollen die Folgebefragungen auf dem bestehenden Fragebogen basieren, darüber hinaus aber die Möglichkeit zur Abfrage neuer/spezifischer Themen ermöglichen. Zudem sollen ergänzende Formate wie Fokusgruppen, z. B. in den Klimavierteln und andere, zielgruppenangepasste Formate, die überwiegend quantitativen Ergebnisse der schriftlichen Befragung kontextualisieren.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Konzeption Basisbefragung: Q1–3 2024
– Durchführung Haushaltsbefragung: Q4 2024
– Auswertung und Fokusgruppen: Q1/2 2025
– Veröffentlichung Ergebnisbericht und Kernaussagen, inkl. PM: Q3 2025
– Öffentliche Ergebnispräsentation (Podiumsdiskussion VHS-Reihe): Q4 2025

Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Konzeption und Umsetzung der zweiten Befragungsrunde
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Ziel dieser Aktivität ist es, eine fundierte empirische Datengrundlage für Klimaplan-Maßnahmen mit direktem Bezug zur Bonner Stadtgesellschaft zu schaffen, um diese wirksam und effizient zu gestalten.

Insbesondere sollen:
1. die Einstellungen der Stadtgesellschaft zum Thema Klimaschutz sichtbar,
2. Unterstützungsbedarfe der Bonner*innen beim individuellen Klimaschutz herausgearbeitet, sowie
3. die Akzeptanz einzelner Maßnahmen und Ansätze eruiert werden,
um die Fachämter in der weiteren Ausgestaltung der Maßnahmen durch die gemeinsame Ableitung von Handlungsempfehlungen zu unterstützen.
Zielgruppe(n)
Einwohner*innen
Indikatoren
– Stichprobengröße, Rücklaufquote und Repräsentativität der schriftlichen Befragung
– Positive Rückmeldungen aus den Fachämtern zur Nützlichkeit der Ergebnisse (sofern messbar)
– Anpassung von Klimaplan-Maßnahmen aufgrund Klimabefragung (sofern messbar)
– Indirekt: Einstellung zum Klimaschutz (emotional)
– Indirekt: Einstellung zum Klimaschutz (sachlich)
– Indirekt: Engagement für Klimaschutz
– Indirekt: Klimaschonendes Verhalten
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 240063 – Sachstand kooperative Umsetzung des Klimaplans
DS 241014 – Bürger*innenbefragung zu Klimaneutralität und Klimaanpassung/a>
DS 253631 – Ergebnisse der Bonner Klimabefragung – Klimaplan Steckbrief 1.1.1.1
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
1.1.2 Wirkungsindikatoren
1.1.6 Kommunikationsstrategie

Projektname: u.a. Beratungsangebote und Förderprogramme zum Klimaschutz, Angebote der BEA, Klimaviertel
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 25.000 25.000 25.375 25.756 26.142
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.1.9 – Nachhaltige Durchführung öffentlicher Veranstaltungen

Steckbrief 1.1.9 – Nachhaltige Durchführung öffentlicher Veranstaltungen

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.1 Transformation als Managementaufgabe der Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): 2027 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Veranstaltungen sind ein zentraler Bestandteil des städtischen Lebens in Bonn. Ziel dieser Aktivität ist es, Veranstaltungen im Stadtgebiet Bonn nachhaltig und klimafreundlich durchzuführen – insbesondere städtische und private im öffentlichen Raum.

Die Stadtverwaltung setzt bereits zahlreiche Maßnahmen um, insbesondere im Bereich Abfall und Mehrweg über die Konzerntochter bonnorange. Grundlage ist die Abfallsatzung (§ 3), die Mehrwegverpackungen, -behältnisse und -besteck bei öffentlichen Veranstaltungen vorschreibt und auch auf privaten Festen fördert. In Pachtverträgen für Grünflächen gilt zudem ein Einwegverbot. Bonnorange betreibt die Kampagne „Bonn geht den Mehrweg“ mit Formaten wie einer Mehrwegmesse. Bei Großveranstaltungen ab 5.000 Personen sind ein Verkehrs- und Parkraumkonzept (z. B. dichtere ÖPNV-Takte, Fahrradabstellanlagen) sowie Vorgaben zu Baum-, Arten- und Naturschutz und zur Grünflächenschonung (z. B. Konfettiverbot in der Rheinaue) verpflichtend.

Nachhaltige Veranstaltungsdurchführung umfasst acht Handlungsfelder: Planung, Kommunikation, Mobilität/Transporte, Abfall, Catering, Energie/Klimaschutz, Wasser/Sanitär und Barrierefreiheit. Ziel des Steckbriefs ist es, durch Maßnahmen in diesen Feldern Verbindlichkeit für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu schaffen. Vorgaben werden nach Art und Größe der Veranstaltung gestaffelt, alle zwei Jahre überprüft und angepasst.

Ergänzend ist eine Überarbeitung der Dienstanweisung für Großveranstaltungen (33.04, Sicherheitsaspekte) sowie die zeitnahe Formulierung verbindlicher Richtlinien vorgesehen. Neben Klimaschutz soll künftig auch Barrierefreiheit stärker berücksichtigt werden.

Die Maßnahmen werden in Richtlinien überführt, vom Rat beschlossen, an die Zielgruppen kommuniziert und durch Informationsangebote begleitet.
Meilensteine
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Formulierung von Maßgaben durch die beteiligten Fachbereiche und Aufbereitung zur Vorlage an Verwaltungsspitze und Politik
– Arbeitstreffen mit etablierten Bonner Veranstaltern zur Klärung von Möglichkeiten und Vorschlägen für die Umsetzung einer klimafreundlichen Veranstaltung
– Beteiligung von stellv. Bonner Akteuren wie Karneval, Citymarketing und Ortsausschussvertretern zur Klärung der Bedarfe und Möglichkeiten
– Beteiligung der örtlichen Verkehrsbetriebe zwecks Festlegung und Erörterung der möglichen Angebote
– Beteiligung der Behindertengemeinschaft Bonn zur Festlegung von erforderlichen Maßgaben hinsichtlich barrierearmer Veranstaltungen
– Etablierung eines Mehrwegsystems auf Bonner Veranstaltungen
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Ziel ist es, organisatorische und regulatorische Rahmenbedingungen für klimafreundliche öffentliche Veranstaltungen im städtischen Verantwortungsbereich zu schaffen. Dazu werden Anforderungen, Empfehlungen und Informationen für Veranstalter*innen entwickelt, um eine klimafreundliche Ausrichtung zu fördern. So erfüllt die Stadt ihre Vorbildrolle im Klimaschutz, sensibilisiert Teilnehmende und Gäste und motiviert sie zu eigenem Handeln.
Zielgruppe(n)
Durchführende von Veranstaltungen im öffentlichen Raum
Indikatoren
– Anzahl Eintrittskarten mit integriertem ÖPNV-Ticket
– Veranstaltungen mit Mehrwegverwendung
– Müllaufkommen pro Veranstaltung
– Anteil von vegetarischem/veganem Essensangebot
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 221765 Mehr Bio und Regionalität bei städtischen Veranstaltungen
DS 240406-02 AA – Verzicht auf Einwegverpackungen sowie Einweggeschirr- und -besteck
DS 252987 – „Bonn Inklusiv“ – Teilhabeplan der Bundesstadt Bonn Version 2025
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
1.1.3 Qualifizierungsprogramm Klimaschutz
2.3.1 Förderung von Nachhaltigkeits-Projekten und -Veranstaltungen im Sport
2.3.2 Im Bereich Kultur Maßnahmen und Projekte für den Klimaschutz entwickeln und umsetzen

Projektname: Abfallsatzung, Leitfaden für nachhaltige Organisation von Veranstaltungen (UBA), https://www.bonn-geht-den-mehrweg.de/, Behindertenteilhabeplan
Mittelart 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) - - - - -
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.2.1. - Programm klimaneutraler Konzern inkl. klimaneutrale Stadtverwaltung

Steckbrief 1.2.1. - Programm klimaneutraler Konzern inkl. klimaneutrale Stadtverwaltung

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.2 Transformation als Organisations- und Planungsaufgabe im Konzern Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr): 2023 Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Der Stadtkonzern hat einen erheblichen Einfluss auf die Erreichung der Klimaneutralitätsziele der Stadt Bonn. Ziel des Steckbriefs ist die Etablierung, Durchführung und fortlaufende Optimierung eines konzernweiten Steuerungsprozesses, um die Klimaneutralitätsziele der Stadtverwaltung und ihrer Beteiligungen (Gemeint sind die städtischen Beteiligungen, über die die Stadt Bonn die operative Kontrolle hat. ) systematisch und koordiniert zu begleiten. Dabei übernimmt die Stadtverwaltung zwei verschiedene Rollen: sie koordiniert die Aktivitäten der Konzerntöchter und steuert die Maßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung und der Eigenbetriebe (Steckbrief 1.1.1 Prozess- und Projektsteuerung im Klimaschutz).

Für Konzerntöchter, Stadtverwaltung und Eigenbetriebe werden alle zwei Jahre CO₂-Bilanzen mit Soll-Ist-Vergleich sowie zentrale Maßnahmenhebel aktualisiert, bewertet und fortgeschrieben. So entsteht ein konzernweites Arbeitsprogramm in Federführung der jeweiligen Konzerntöchter. Durch die Verankerung der Klimaschutzziele in die jeweiligen Steuerungsmechanismen wird die Grundlage geschaffen, um die Priorisierung von Investitionen zu unterstützen, wirtschaftlich tragfähige Klimaschutzhebel zu identifizieren und Transparenz gegenüber Politik und Öffentlichkeit herzustellen.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Kick-Off Klimaneutraler Konzern
– Projektdefinition „Aktionsprogramm Klimaneutraler Konzern“
– Vergabe THG-Bilanzierung und Klimaneutralitäts-Roadmap des Stadtkonzerns Bonn
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Transparenz zu Klimaneutralitätszielen aller Tochterunternehmen herstellen
– Etablierung der regelmäßigen THG-Bilanzierung
– Etablierung des regelmäßigen Updates der Roadmap mit Maßnahmen
– Aufsetzen des Aktionsprogramms Klimaneutraler Konzern mit den prioritären Maßnahmen und deren Wirkung
– Etablierung der Klimaneutralität als Kernelement in den Steuerungs-Prozessen der Konzerngesellschaften
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Beschleunigung des Transformationsprozesses zur Klimaneutralität des Stadtkonzerns durch koordinative Unterstützung bei Bilanzierung, Roadmap (Vision & Strategie) und Vernetzung. Der Klimaschutzprozess im Konzern Stadt wird transparent gemacht und die Stadt kann ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.
Zielgruppe(n)
Konzern Stadt Bonn
Indikatoren
– Anteil der Konzerntöchter mit fest verankertem Klimaneutralitätsziel
– Anteil der Konzerntöchter mit regelmäßiger Bilanzierung
– THG-Emissionen der Töchter
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
Klimaneutraler Konzern Stadt Bonn – Abschlussbericht (Roadmap)
Klimaneutraler Konzern Stadt Bonn – Zwischenbericht (Roadmap)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
1.1.1 Prozess- und Projektsteuerung im Klimaschutz
1.1.2 Entwicklung Wirkungsindikatoren für Monitoring, Controlling und Reporting Klimaplan
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 60.000 30.000 30.900 31.827 32.782
Investiv (EUR) - - - - -
1.2.2. - Verwaltungsinterne Kommunikation und Vernetzung fördern

1.2.2. - Verwaltungsinterne Kommunikation und Vernetzung fördern

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.2 Transformation als Organisations- und Planungsaufgabe im Konzern Stadt Bonn
Laufzeit
Start (Jahr):laufend Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Mitarbeitenden des Konzerns Stadt Bonn werden über die interne Kommunikation über den Umsetzungsstand des Klimaplans informiert und zu ressourcenbewusstem Handeln im Arbeitsalltag befähigt. Interne Kommunikationsmaßnahmen stärken die ämterübergreifende Zusammenarbeit, regelmäßige Austausch- und Informationsveranstaltungen fördern Transparenz und Vernetzung.

Im ersten Arbeitsprogramm wurden geeignete Maßnahmen identifiziert und erste Schritte umgesetzt: Die Intranet-Seiten zum Thema Klima wurden erweitert und laufend redaktionell betreut. Zudem wurde über Intranet, Flyer- und Plakatkampagnen auf Angebote für Mitarbeitende aufmerksam gemacht und die Interviewreihe „Klima-Minute“ initiiert.

Die Vernetzung innerhalb der Verwaltung und städtischer Betriebe erfolgt über das Klimaplan-Netzwerk und das Format „KlimaTisch“. Regelmäßige Veranstaltungen fördern den fachlichen Austausch der mit Klimaplan-Steckbriefen beauftragten Mitarbeitenden.

Im zweiten Arbeitsprogramm liegt der Fokus auf der Verstetigung und Weiterentwicklung bestehender Formate (Meilenstein 1). Geplant sind zudem die Einführung einer „Klima-Kategorie“ im Vorschlagswesen (Meilenstein 2) sowie eine Umfrage zur Wirkung der Kommunikationsmaßnahmen (Meilenstein 3).
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Laufende interne Berichterstattung zu Klimaneutralitätsthemen (inkl. Projekte mit Vorbild-Charakter)
– Erweiterung und Pflege der „Klima-Intranet-Seiten“ inkl. der begleitenden Printmaterialien (zu den klimafreundlichen Angeboten)
– Etablierung und kommunikative Begleitung des Klimaplan-Netzwerks und Veranstaltungsformats „KlimaTisch“
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Die Verstetigung der bestehenden Maßnahmen ist gewährleistet.
– Das Vorschlagswesen ist um die Kategorie „Klimaschutz“ erweitert worden.
– Der Aufbau der „Klima-Themenwelt“ in der Kommunikations-App „BONNJOUR“ ist erfolgt.
– Die Interview-Reihe „Klima-Minute“ ist realisiert.
– Eine Umfrage zur Akzeptanz der Klimaschutzthemen unter den Mitarbeitenden ist durchgeführt. (Wirkungsindikatoren und Methodik werden definiert und angewendet.)
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Mitarbeitenden für einen klimaschonenden Umgang zu sensibilisieren, den fach- und projektbezogenen Austausch zu fördern und Synergien zu heben.
Zielgruppe(n)
Mitarbeitende der Stadtverwaltung und der stadteigenen Betriebe (Konzern Stadt Bonn)
Indikatoren
– Einstellung zu Klimaschutz (emotional)
– Einstellung zu Klimaschutz (sachlich)
– Engagement für Klimaschutz
– Klimaschonendes Verhalten
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 240469 Klimaplan: Bericht Umsetzungsstand Kommunikationsstrategie (Steckbrief 1.1.3.1)
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
1.1.3 Qualifizierungsprogramm Klimaschutz
1.1.6 Kommunikationsstrategie Klimaplan
1.2.1 Klimaneutraler Konzern inkl. Stadtverwaltung
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 6.000 6.000 6.180 6.365 6.556
Investiv (EUR) - - - - -
Steckbrief 1.3.1 - Mitwirkung am gesamtstädtischen Transformationsprozess

Steckbrief 1.3.1 - Mitwirkung am gesamtstädtischen Transformationsprozess

Handlungsfeld Handlungsschwerpunkt
1 Governance 1.3 Transformation in zivilgesellschaftlicher Verantwortung
Laufzeit
Start (Jahr):laufend Ende (Jahr): 2035
Beschreibung
Die Klimaneutralität ist Aufgabe der gesamten Bonner Stadtgesellschaft. Der Klimaplan bietet dafür vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten. Dieser Steckbrief legt Rahmen, Schwerpunkte und Standards fest. Dazu gehören:

(1) die Koordination von Beteiligungen aus anderen Klimaplan-Steckbriefen,
(2) die pilothafte Umsetzung von Leuchtturmformaten und
(3) der Aufbau langfristiger Beteiligungsstrukturen.

Erfahrungen aus „Bonn4Future – wir fürs Klima“ und den Zukunftsforen 2025 fließen ein.

1. Koordination von Klimaplan-Beteiligungen: Sie fördern den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Verwaltung und weiteren Akteur*innen zu Umsetzungsschritten des Klimaplans. Formate orientieren sich an Maßnahmen des Arbeitsprogramms und bieten niedrigschwellige Beteiligung im gesamten Stadtgebiet, etwa durch Werkstätten, Diskussionsreihen oder gemeinschaftliche Projekte. Ergebnisse werden öffentlich aufbereitet und kommuniziert.

2. Leuchtturmformate wie die Zukunftsforen werden fortgeführt und weiterentwickelt. Sie finden etwa jährlich statt, sind methodisch vielfältig und inklusiv gestaltet. Ergänzend sollen gezielt relevante gesellschaftliche Gruppen angesprochen werden. Perspektivisch sind Formate wie „Umsetzungswerkstätten“ oder „Zukunftsfestivals“ möglich, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.

3. Aufbau neuer Mitwirkungsstrukturen: Die Klimabefragung und das Zukunftsforum 2025 zeigten eine kommunikative Lücke zwischen Stadtverwaltung und Alltag der Menschen. Ein neuer Ansatz soll dies schließen: „Zukunftslotsen“ aus dem gesamten Stadtgebiet werden geschult und vernetzt, um als Multiplikator*innen in den Quartieren und Nachbarschaften zu wirken. Bestehende Peer-to-Peer-Ansätze (z. B. aus den Klimavierteln) können in einem modularen Ausbildungsprogramm gebündelt werden. Zudem wird das „KompetenzNetz Mitwirkung für ein Klimaneutrales Bonn“ als Austausch- und Beratungsstruktur zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung weitergeführt.
Meilensteine
Bereits erreichte Meilensteine seit 2023:
– Gründung KompetenzNetz Mitwirkung für ein klimaneutrales Bonn – in Kooperation mit Stiftung Mitarbeit – August 2024
– Gesamtstädtisches Zukunftsforum zur Fortschreibung des Klimaplans – Juli 2025
– Dezentrale Zukunftsforen in den Klimavierteln Godesberg Nord (Oktober 2025), Medinghoven (Oktober 2024) und Beuel Mitte (November 2025)
Nächste Meilensteine im Rahmen des Steckbriefs:
– Evaluationsergebnisse Zukunftsforen - Q1 2026
– Start „Zukunftslotsen“ mit stadtweiter Plakatkampagne – Q3 2026
– weitere dezentrale Zukunftsforen in allen Klimavierteln - Q2/3 2026
– Zweites gesamtstädtisches Zukunftsforum unter Einbindung lokaler Medien - Q4 2026
Beitrag zur Zielerreichung des Handlungsschwerpunkts
Die aktive Mitwirkung der Bonner Stadtgesellschaft an der Umsetzung des Klimaplans wird gestärkt. Der Dialog zwischen relevanten Akteurinnen auf stadtweiter Ebene wird kontinuierlich ausgebaut und durch Leuchtturmformate sichtbar. Über die Ausbildung von Intermediären und den regelmäßigen Austausch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft im KompetenzNetz wird Vertrauen und Akzeptanz gestärkt.
Zielgruppe(n)
Bonner*innen, organisierte Zivilgesellschaft
Indikatoren
– Neu initiierte Kooperationsprojekte zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft oder ausgebildete Zukunftslots*innen
– Anteil der Personen in Bevölkerung, der sich selbst als aktiv/engagiert und klimabewusst identifiziert
Relevante Beschlüsse / Mitteilungen
DS 240063 Sachstand kooperative Umsetzung des Klimaplans
DS 240301 Mitwirkungsformate auf dem Weg zur Klimaneutralität: Klimaviertel und Zukunftsforen
Synergien mit folgenden Steckbriefen / Projekten
Steckbrief-Nummer und -Titel:
1.1.6 Kommunikationsstrategie Klimaplan
2.1.1 Klimaviertel
Kostenschätzung 2025 2026 2027 2028 ab 2029 jährlich
Konsumtiv (EUR) 150.000 150.000 154.500 159.135 159.135
Investiv (EUR) - - - - -

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